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Haka Kunz GmbH erzielt von 2017 bis 2019 Verluste in Höhe von fast 10 Millionen Euro

Seit drei Jahren befinden sich die Umsätze der 1946 gegründeten Haka Kunz GmbH mit Sitz in Waldenbuch bei Stuttgart auf Talfahrt und haben sich 2019 auf einem Niveau von 28,89 Millionen Euro eingependelt. Neben den von 2017 bis 2019 kumulierten Verlusten in Höhe von 9,5 Millionen Euro ist auch das Eigenkapital von 20,609 Millionen im Jahr 2005 auf 10,296 Millionen Euro in 2019 gesunken, während die Personalkosten von 2005 bis 2019 von 8,356 auf 11,463 Millionen Euro gestiegen sind. Insgesamt hat sich die Bilanzsumme im genannten Zeitraum von 40,023 auf 22,825 Millionen Euro reduziert. Triftige Gründe für Geschäftsführer Marc T. Tümmers, in die Omnichannel-Offensive zu gehen.

»HAKAnow« im Network-Marketing gestartet

Erst Mitte 2021 wurde mit »HAKAnow« ein mehrstufiger Vergütungsplan eingeführt und somit der Weg für ein Network-Marketing-Geschäftsmodell geebnet. Die Vertriebsleitung hat Rafael Seixas übernommen, der den neuen Vertriebskanal zum Erfolg führen soll, was nicht ganz einfach sein dürfte, denn Kunden können die Produkte des Unternehmens nicht nur direkt auf der Homepage von HAKA kaufen, sondern seit Neuestem auch im stationären Handel, bei Discountern und im Onlinehandel.

Absolutes No-Go im Network-Marketing

Eine Konkurrenzsituation, die eigentlich ein absolutes No-Go im Network-Marketing ist und allenfalls für Nebenberufler geeignet scheint, denen noch der Branchendurchblick fehlt. Für echte Network-Marketing-Führungskräfte kann HAKA somit definitiv keine Alternative sein, da auch als Vergütungsplan nur ein müder Differenzplan ohne Esprit mit zehn Prozent Eigenrabatt und bis zu 25 Prozent Differenzbonus genutzt wird. Aber auch für bestehende Direktverkäufer des Unternehmens dürfte das Geschäft nicht einfacher werden, da immer mehr Umsätze durch das Omnichannel-Konzept am Vertrieb vorbeilaufen dürften.

Haushaltsreiniger der Marke HAKA sind derzeit in Test-Displays in rund 150 Märkten der Edeka-Südwest sowie Rewe-Filialen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erhältlich. Gespräche mit weiteren Edeka-Regionen und filialisierten Handelspartnern laufen laut Unternehmen im Hintergrund, berichtete schon das LZ-Magazin am 06.08.2021. Produkte von HAKA sind bereits bei Amazon, in den Onlineshops von Kaufland, Flaconi und Ebay zu haben, womit sich abzeichnet, dass der Direktvertrieb künftig eine immer geringere Bedeutung haben dürfte.

Drogerie-Discounter bietet HAKA-Produkte an

Auch die Preisgestaltung des Handels könnte zur Demoralisierung der Vertriebspartner führen. Auf der Webseite des Drogeriediscounters dm.de kostet beispielsweise der Liter Zitronen-Spülmittel von HAKA nur 8,32 Euro pro Liter, während das Unternehmen auf seiner Webseite einen Preis pro Liter von 19,80 Euro bei ähnlichen Gebinden verlangt.

Eine eigentlich untragbare Situation für alle Vertriebspartner von HAKA, denen mit dieser Politik sämtliche Argumentationsgrundlagen, im Direktvertrieb einzukaufen, genommen werden. Aber Trümmers scheint das Ziel den stationären Handel massiv auszubauen mit Ambitionen voranzutreiben.

Der ehemalige Karstadt-Manager, der laut Lebensmittelzeitung zuletzt selbstständig als Unternehmensberater und Interims-Manager tätig war, will HAKA über Online-Kanäle nicht nur national, sondern auch in Italien und Österreich bekannter machen, heißt es. Das Unternehmen mit Sitz in Waldenbuch bei Stuttgart war mit dem Fokus auf den Direktvertrieb an Privathaushalte seiner nahezu 150 Körperpflege- und Haushaltsartikeln zuletzt mehr und mehr an Grenzen gestoßen, ist dem letzten Annual-Report des 75 Jahre alten Traditionsunternehmens zu entnehmen.

4.000 Vertriebspartner für HAKA tätig

Zwar waren in Deutschland rund 4.000 Vertriebspartner für HAKA tätig, aber dennoch sind Erlöse und Erträge schon länger rückläufig und 2019 wurde mit einem Verlust in Höhe von 4,18 Millionen Euro das bislang wohl schlechteste Ergebnis in der Firmengeschichte hingelegt.

Für 2020 gibt sich Tümmers allerdings optimistisch, denn angeblich hat der Umsatz bereits um sieben Prozent angezogen, was jedoch noch nichts über die Verlustsituation aussagt. Aus der Sicht Trümmers ging es in dem Markt mit Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln, der von Überkapazitäten geprägt sei und in dem HAKA positioniert ist, 30 Jahre lang nur um weiße Wäsche und sonst nichts. Jetzt würde sich in einem kleinen Zeitfenster die Gelegenheit bieten, die Marke HAKA neu zu positionieren und den Nachhaltigkeitstrend in der Kombination „made in Germany“ zu nutzen, um die Umsätze zu steigern und der Verlustzone zu entkommen, so der HAKA Geschäftsführer.

Amazon macht das Geschäft

Mittlerweile sollen bereits 30 Prozent aller Umsätze über den eigenen Webshop generiert werden und 45 Prozent über den Amazon-Marketplace, heißt es im Interview mit dem LZ-Magazin. Damit dürfte aber auch klar sein, dass die neue Network-Marketing-Division »HAKAnow« trotz groß angelegter Kampagnen quasi zum Scheitern verteilt sein dürfte oder bestenfalls als Umsatz-Beiwerk zu klassifizieren wäre, dem langfristig keine besondere Bedeutung beizumessen ist.

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