THE NEXT WAVE – Zeitenwende im Direct Selling 

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Halbjahresumsatz 2022 von Herbalife Nutrition sinkt um 325,4 Millionen auf 2,728 Milliarden US-Dollar

Durfte man sich beim Wellness-Riesen Herbalife, einem global in 95 Märkten präsenten Network-Marketing-Unternehmen aus Los Angeles, im ersten Halbjahr 2021 noch über fast 3,054 Milliarden US-Dollar Umsatz freuen, musste das Team um CEO John O. Agwunobi für den gleichen Zeitraum 2022 einen Rückgang von 325,4 Millionen (10,66 Prozent) hinnehmen.

Lediglich die Regionen Mexiko und Asia Pacific lagen gegenüber dem Vorjahr leicht im Plus. Auch bei den für die Qualifikationen gemäß Vergütungsplan relevanten Volumenpunkten lag die Company, deren Kernkompetenz in Produkten zur Gewichtskontrolle liegt, mit 3,412 Milliarden acht Prozent unter den 3,711 Milliarden aus der ersten Jahreshälfte 2021. Gleichzeitig sank der Nettogewinn um 106,9 Millionen (36,7 Prozent) von 291,6 Millionen auf 184,7 Millionen US-Dollar.

North America

Auf dem nordamerikanischen Markt konnte Herbalife den Rückgang der Volumenpunkte um 17,6 Prozent zum Teil durch Preiserhöhungen ausgleichen. 669,7 Millionen gegenüber 771,8 Millionen von Januar bis Juni 2021 ergeben ein Umsatzminus von 102,1 Millionen US-Dollar (13,23 Prozent). Zudem seien aufgrund der situationsbedingten Veränderungen gerade in der ersten Hälfte des Vorjahres Verkaufsrekorde aufgestellt worden, die durch die teilweise Rückkehr zur Offline-Kunden-Betreuung so nicht übergangslos bestätigt werden konnten.

Mexiko

5,3 Millionen US-Dollar (2,24 Prozent) Umsatzplus verzeichnet Herbalife in Mexiko. So stehen 242,3 Millionen in den ersten sechs Monaten 2022 den 235,0 Millionen aus dem ersten Halbjahr 2021 gegenüber. Hierbei halfen Preiserhöhungen von 6,8 Prozent den Rückgang der Volumenpunkte um 4,0 Prozent mehr als nur zu kompensieren. Dieses Minus führt der Global Player auf temporäre Mobilitätsbeschränkungen und die damit verbundenen Nachteile für die Nutrition Clubs sowie die Möglichkeit persönlicher Treffen mit Kunden zurück.

South & Central America

Süd- und Mittelamerika verzeichnen gegenüber 182,8 Millionen im ersten Halbjahr 2021 ein Umsatzminus von 18,0 Millionen (9,85 Prozent) auf 164,8 Millionen US-Dollar. Fast alle Märkte entwickelten sich rückläufig, teilweise aufgrund der Aktualität geschuldeter Beschränkungen, teilweise wegen der politisch und sozial instabilen Verhältnisse. 9,6 Prozent weniger Umsatz schlagen für Brasilien zu Buche. Der Markt Chile und Peru verlor 13,9 Prozent.

EMEA

Gleich um 137,9 Millionen (19,1) Prozent ging Herbalifes Geschäft in Europa und dem Mittleren Osten von 721,9 Millionen in den ersten sechs Monaten 2021 auf 584,0 Millionen US-Dollar zurück. Spanien sank um 20,5 Prozent, Italien verlor 25,5 Prozent und Russland wird zurzeit aufgrund des Ukraine-Krieges nicht mehr beliefert, sodass nach Abverkauf noch vorhandener Lagerbestände das Geschäft dort stillstehen wird.

Asia Pacific

Im Gegensatz zum sonstigen Trend ging es in der Region Asien Pazifik von 795,3 Millionen in der ersten Hälfte 2021 um 63,1 Millionen (7,93 Prozent) auf 858,4 Millionen US-Dollar von Januar bis Juni 2022 nach oben. Angetrieben wurde das Wachstum insbesondere durch Indien (plus 31,4 Prozent) und Südkorea (plus 8,9 Prozent) trotz auch dort immer wieder der aktuellen Situation geschuldeter Einschränkungen, die beispielsweise das Managen der Herbalife typischen Nutrition Clubs erschweren.

China

Das größte Minus aller Herbalife-Regionen hat China mit 39,35 Prozent zu verzeichnen. Lag der Umsatz des ersten Kalenderhalbjahres 2021 noch bei 345,1 Millionen, sank er für den gleichen Zeitraum 2022 um 135,8 Millionen auf 209,3 Millionen US-Dollar. Im Unternehmen führt man dies auf die zahlreichen Beschränkungen zurück, die sich immer wieder negativ auf das Gesamtgeschäft der Vertriebsmitarbeiter auswirken. Dem will Herbalife durch ein größeres Produktportfolio und Marketingmaßnahmen wie Weight-Loss-Challenges zur Gewinnung von Endkunden entgegenwirken.

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