THE NEXT WAVE – Zeitenwende im Direct Selling 

In den nächsten zehn Jahren dürfte die Direct-Selling-Branche vor dem größten Umbruch und den größten Herausforderungen stehen, die es jemals gab. 

  • Generationen Y und Z bestimmen Zukunft im Network
  • Das Internet hat die Welt verändert
  • Social-Media-Plattformen sind Kontaktbörse für Vertrieb
  • Millionen Mikro-Influencer auf der Suche nach Produkten
  • Hightech-Online-Tools werden Voraussetzung
  • Neue Vergütungspläne werden den alten Breakawy ablösen
  • Das Broadcast-Studio wird das Präsenz-Event ablösen
  • Network-Unternehmen werden zum Hightech-Full-Service-Dienstleister

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Tupperware-Umsatz weiterhin auf Talfahrt. Umsatz fällt in den ersten neun Monaten 2022 auf 991 Millionen US-Dollar

Dem Pionier des Party-Vertriebs Tupperware fehlen 216,1 Millionen US-Dollar beziehungsweise 17,9 Prozent seines Umsatzes von 1.207,4 Millionen US-Dollar aus den ersten drei Quartalen 2021. Auf das dritte Quartal bezogen verlor die Tupperware Brands Corp. sogar 19,7 Prozent auf seiner Bergabfahrt von 376,9 Millionen US-Dollar auf 302,8 Millionen US-Dollar. 

Kommt das Aus für Tupperware?

Zusammengefasst heißt es diesbezüglich im Report für das dritte Quartal 2022, dass aufgrund der Volatilität der Unternehmenserträge und verschärfter Auflagen durch Kreditgeber die Wahrscheinlichkeit gegeben ist, dass Tupperware nicht dazu in der Lage sein, diese Auflagen während der nächsten zwölf Monate einzuhalten.

Harte Verhandlungen mit Gläubigern

Zurzeit befindet sich die Firma in Verhandlungen über eine Lockerung dieser Auflagen mit seinen Gläubigern, deren Ausgang es selbst als vollkommen offen ansieht. Die Auflagen versetzen die Kreditgeber in die Lage, gewährte Kreditbeträge bei deren Nichteinhaltung fällig zu stellen. Dies hätte bei der aktuellen Umsatzentwicklung erhebliche Auswirkungen auf die Finanzlage des Direktvertriebs, die im Worst Case dazu führen könnten, dass ein Global Player, der maßgeblich an der Geschichte des Direct-Selling mitgeschrieben hat, von der Bildfläche verschwindet.

Laut Transkript räumte CEO Miguel Fernandez bei der Bekanntgabe der Quartalsergebnisse gegenüber Analysten ein, dass die Probleme Tupperwares hausgemacht sind. Man arbeite intern weder auf einem den eigenen Ansprüchen gerecht werdenden Niveau noch mit entsprechender Konsistenz.

Umsatzentwicklung Tupperware 01-09-2022

RegionQ3 2021Q3 20229 Monate 20219 Monate 2022
Asia Pacific112,985,4343,8273,9
Europe91,360,8326,8222,6
North America103,186,3343292,4
South America69,670,3193,8202,4
Umsatz netto376,9302,81.207,40991,3

Miguel Fernandez
Seit dem 6. April 2020 sitzt Miguel Fernandez als CEO hauptverantwortlich am Steuer der Tupperware Brands Corporation. Insgesamt verfügt der zuvor als Global President der Avon Products Inc. tätige Top-Manager über 20 Jahre Erfahrung in der globalen Direktvertriebsindustrie. In dieser Zeit erwarb er sich den Ruf, globale Transformationsstrategien nicht nur zu entwickeln, sondern auch hervorragend in deren Umsetzung zu sein. So wurden seine zehn Jahre in leitenden Positionen bei Herbalife dadurch geprägt, dass er den Global Player zu einem der größten Direct-Seller in Mexiko machte und auch in Nordamerika wieder auf Wachstumskurs brachte.

 

Originalbericht in Ausgabe 11-2022 lesen