THE NEXT WAVE – Zeitenwende im Direct Selling 

In den nächsten zehn Jahren dürfte die Direct-Selling-Branche vor dem größten Umbruch und den größten Herausforderungen stehen, die es jemals gab. 

  • Generationen Y und Z bestimmen Zukunft im Network
  • Das Internet hat die Welt verändert
  • Social-Media-Plattformen sind Kontaktbörse für Vertrieb
  • Millionen Mikro-Influencer auf der Suche nach Produkten
  • Hightech-Online-Tools werden Voraussetzung
  • Neue Vergütungspläne werden den alten Breakawy ablösen
  • Das Broadcast-Studio wird das Präsenz-Event ablösen
  • Network-Unternehmen werden zum Hightech-Full-Service-Dienstleister

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Geld verdienen mit dem Traumberuf als Influencer

Popstar, Topmodel oder Influencer: Das sind die Traumberufe so vieler Männer und Frauen im 21. Jahrhundert und alle drei Berufe werden vor allem von der älteren Generation gern unterschätzt. Dass der Job als Influencer durchaus harte Arbeit ist, zeigt sich, wenn man sich näher mit ihm auseinandersetzt. Vor allem aber kann es äußerst lukrativ sein, als Influencer sein Geld zu verdienen – wenn man weiß, wie es geht und alles richtig macht.

Das Leben als Influencer wird mit einem außergewöhnlichen Lifestyle in Verbindung gebracht: Tolle Reisen zu den schönsten Orten dieser Welt, kulinarische Genüsse in den angesagten Restaurants, der Besuch von tollen Events, coole Mode, Promi-Status und in Sachen neuester Trends immer up to date.

Es sind die schönen Fotos auf Instagram, die vielen Likes bei Facebook, die zig Klicks bei TikTok und die netten Kommentare bei YouTube die – gepaart mit der Aussicht auf Bekanntheit – vor allem junge Menschen reizen, Influencer zu werden. Laut der Studie „Study Finds“ gaben vier von zehn jungen Erwachsenen bei einer Befragung an, schon einmal mit dem Gedanken gespielt zu haben, eigenen Content im Internet zu veröffentlichen, um ihn mit der Zielgruppe zu teilen.

Neben dem Antrieb, die Follower mit eigenen Inhalten zu informieren oder zu unterhalten, ist es vor allem der Aspekt des Geldverdienens, der anregt, den Weg zum Influencer einzuschlagen.

Voraussetzungen als Influencer

Muss man makellos schön sein, um als Influencer erfolgreich zu sein? Nein! Braucht es viele Follower, um seinen Traum leben zu können? Nein! Auch sogenannte Micro-Influencer haben ihren Spaß. Da Influencer kein klassischer Ausbildungsberuf ist (mittlerweile etablieren sich aber erste „Influencer-Schulen“ und „-Akademien“, in denen Content-Anfängern die Materie vermittelt wird), kann letztlich jeder Influencer werden. Ein Influencer ist jemand, der aufgrund seines Wissens, seiner Position und seiner Beziehung zum Publikum eine Meinung beeinflussen kann. Die sozialen Medien dienen hier als Plattform. Es braucht ein offenes Wesen und die Freude an der Darstellung.

Geld verdienen als Influencer

Influencer können auf unterschiedliche Art Geld verdienen. Influencer-Marketing-Agenturen vermitteln beispielsweise zwischen dem Kunden (Unternehmen) und dem Influencer und hier ist ein gängiges Geschäftsmodell, dass der Influencer per Werbepost bezahlt wird. Der Verdienst richtet sich nach den vereinbarten Konditionen. Beim Affiliate-Marketing verdient der Influencer eine Provision, wenn über seinen personalisierten Link ein Kauf stattfindet. Ein Beispiel: Der Follower kauft über den Link bei Amazon, sodass der Influencer für diese Empfehlung über das Partnerprogramm von Amazon eine Provision erhält (je nach Kategorie), ohne dass für den Käufer Mehrkosten entstehen.

Affiliate-Marketing-I-Influencer-Erfolgsregeln
Affiliate-Marketing I Influencer Erfolgsregeln

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Influencer

Influencer werden nicht als solche geboren und wer nicht ausgerechnet einen berühmten Namen trägt (wie zum Beispiel Leni Klum als Tochter von Supermodel Heidi Klum) und seine Follower allein dadurch magisch anzieht, der muss sich seine Bekanntheit aufbauen. Für den Beruf des Influencers braucht es Motivation, Fleiß und Kontinuität. Wer Schritt für Schritt sein theoretisches Wissen in die Praxis überträgt, wird Reichweite aufbauen.

»Das richtige Equipment
Es gibt Influencer, die knipsen ihre Bilder mit dem Handy und filmen damit auch. Das Smartphone ist das beliebteste Arbeitstool für Content Creator, denn hier können sie mobil agieren und etwa von unterwegs mit ihrem Account live gehen, Eindrücke teilen, Nachrichten und Mails beantworten und selbst liken, teilen und kommentieren. Apps unterstützen sie dabei. Anderen Influencern wiederum reicht das nicht und sie brauchen einen Computer, ein Mikrofon, möglicherweise ein Studio und ein Profi-Video-Schnittprogramm. Jeder Influencer muss für sich entscheiden, mit welchem Equipment er seine Inhalte gemäß seinen Ansprüchen kreieren möchte.

»Das richtige Mindset
Was braucht es, um als Influencer erfolgreich zu sein? Das, was es in jedem anderen Job auch für den Erfolg braucht: das richtige Mindset. Wer an sich und sein Talent glaubt, keine Zweifel hat, engagiert und motiviert und mit Ehrgeiz seinen Status als Influencer aufbaut, kommt seinen Träumen Stück für Stück näher. Mit dem richtigen Mindset lassen sich auch Rückschläge meistern (etwa, wenn die Anzahl der Follower nicht so schnell wächst).

»Die richtigen Produkte
Um als Influencer authentisch zu bleiben, sollten nur die Produkte empfohlen und beworben werden, die man selbst nutzt und gut findet. Außerdem sollten sie die Zielgruppe ansprechen. Das heißt: Ein Mode-Influencer gibt beispielsweise Produkt-Tipps für den perfekten Look, ein Influencer, dessen Steckenpferd die Technik ist, gibt Empfehlungen für technische Gadgets. Die Chancen sind dann hoch, dass geliked, kommentiert und gekauft wird.

»Die richtigen Channel
Content Creator stehen am Anfang ihrer Karriere vor der Herausforderung, entscheiden zu müssen, auf welcher Social-Media-Plattform sie aktiv werden wollen. Instagram? Facebook? TikTok? YouTube? Auf allen zugleich? Alle Kanäle zu bespielen, könnte sehr zeitaufwändig werden und das vor allem, wenn man noch kein Team im Hintergrund hat, dass einem zur Seite steht (Fotos machen, Videos schneiden, Werbekampagnen managen etc.). Natürlich ist es reizvoll, seine Inhalte so breit wie möglich zu teilen, doch sollte sich am Anfang auf ein Channel konzentriert werden. Es könnte die Plattform ausgewählt werden, auf der man selbst am liebsten aktiv ist.

»Die richtigen Follower aufbauen
Wen möchte ich warum womit erreichen? Wer sich diese Fragen beantworten kann, definiert seine Zielgruppe. Und je klarer die Zielgruppe ist, desto wahrscheinlicher ist auch, dass einem die richtigen Menschen folgen und dass die Follower-Zahlen rasch und kontinuierlich ansteigen. Wer weiß, für wen er sich öffentlich darstellt, kann besser ausloten, welche Posts/Inhalte von Interesse sind. Ein Unternehmen muss wissen, welche Produkte nachgefragt werden und ein Dienstleister muss wissen, was die Kunden wollen – und so muss auch ein Influencer seine Zielgruppe kennen, um neue Follower aufzubauen, aber auch bestehende zu halten. So wie der Musiker für sein Publikum singt und Applaus erntet, so gestaltet der Influencer Inhalte für seine Follower und erntet: Likes!  (sto.)

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