Das Direct-Selling-Unternehmen Nature’s Sunshine Products (Nasdaq: NATR) mit Sitz in Lehi im US-Bundesstaat Utah hat im zweiten Quartal 2026 einen Nettoumsatz von 117,0 Millionen US-Dollar erzielt. Gegenüber den 114,8 Millionen US-Dollar des Vorjahresquartals summiert sich das Plus auf 2,2 Millionen US-Dollar oder 1,9 Prozent. Währungsbereinigt legte Nature’s Sunshine unter CEO Kenneth Romanzi um 3,8 Prozent zu.
Umsätze von Nature’s Sunshine Products Q2 2026 in Millionen US-Dollar
|
Regionen |
Q2 2026 |
Q2 2025 |
+/- |
+/- währungsbereinigt |
|---|---|---|---|---|
|
Asien |
53,0 |
52,7 |
+0,6 % |
+5,3 % |
|
Nordamerika |
36,0 |
35,0 |
+2,8 % |
+2,8 % |
|
Europa |
22,7 |
21,7 |
+4,4 % |
+3,7 % |
|
Lateinamerika und übrige Märkte |
5,3 |
5,4 |
-0,5 % |
-3,7 % |
|
Gesamt |
117,0 |
114,8 |
+1,9 % |
+3,8 % |
Angaben in Millionen US-Dollar, gerundet; Quelle: Nature’s Sunshine Products
45 Prozent aller Umsätze werden in Asien erzielt
Mit 53,0 Millionen US-Dollar entfielen 45,3 Prozent der Unternehmenserlöse auf Asien, das damit die umsatzstärkste Region blieb. Nominal fiel das Plus mit 0,6 Prozent knapp aus, weil ein Wechselkurseffekt von 2,5 Millionen US-Dollar auf den Erlösen lastete. Rechnet man ihn heraus, wuchs die Region um 5,3 Prozent und trug den größten Teil des organischen Zuwachses.Â
Nordamerika wächst mit einem Digitalplus von 26 Prozent
In Nordamerika stiegen die Erlöse um 2,8 Prozent auf 36,0 Millionen US-Dollar, womit die Region gut 30,7 Prozent zum Quartalsumsatz beisteuerte. Da der US-Dollar die Heimatwährung ist, entsprach das nominale dem währungsbereinigten Wachstum. Getragen wurde die Entwicklung nach Unternehmensangaben vom digitalen Geschäft, das um 26 Prozent zulegte, sowie von der wachsenden Nutzung der Auto-Ship-Abonnements, die wiederkehrende Bestellungen bündeln.
Europa legt um 4,4 Prozent zu
Europa erzielte 22,7 Millionen US-Dollar und damit 4,4 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Anders als in Asien wirkten die Wechselkurse hier unterstützend: Sie steuerten 0,2 Millionen US-Dollar bei, sodass das währungsbereinigte Wachstum mit 3,7 Prozent etwas niedriger ausfiel als der berichtete Wert. Auf die Region entfielen 19,4 Prozent der Erlöse.
Lateinamerika bleibt kleinster Markt
Lateinamerika und die übrigen Märkte erzielten einen Umsatz von 5,3 Millionen US-Dollar nach 5,4 Millionen US-Dollar. Der Rückgang von 0,5 Prozent verstärkt sich währungsbereinigt auf 3,7 Prozent, da ein positiver Kurseffekt von 0,2 Millionen US-Dollar den operativen Rücksetzer teilweise verdeckte. Angesichts eines Umsatzanteils von lediglich 4,6 Prozent bleibt der Einfluss dieser Märkte auf die Unternehmensentwicklung gering.
Bruttomarge steigt auf 73,7 Prozent
Deutlicher als der Umsatz entwickelte sich die Profitabilität auf Bruttoebene. Die Herstellungskosten sanken um 5,1 Prozent auf 30,8 Millionen US-Dollar, während der Bruttogewinn um 4,7 Prozent auf 86,2 Millionen US-Dollar stieg. Die Bruttomarge verbesserte sich damit um 194 Basispunkte auf 73,7 Prozent nach 71,7 Prozent. Verantwortlich dafür zeichnen laut Unternehmen Initiativen zur Kostensenkung sowie ein veränderter Marktmix.
Beratervergütung und Verwaltungskosten steigen
Die Volumenanreize für die selbstständigen Berater erreichten 35,8 Millionen US-Dollar oder 30,6 Prozent des Nettoumsatzes nach 29,9 Prozent, was das Unternehmen auf die zeitliche Verteilung von Werbeanreizen und den Marktmix zurückführt. Die Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten legten auf 44,9 Millionen US-Dollar zu – 38,4 Prozent des Umsatzes gegenüber 38,1 Prozent. Treiber waren Veranstaltungen für die Beraterbasis und variable Vertriebskosten, denen niedrigere Vergütungsaufwendungen gegenüberstanden.
Operatives Ergebnis wächst um 28 Prozent
Aus dem Zusammenspiel von höherer Bruttomarge und moderat gestiegenen Betriebskosten resultierte ein operativer Gewinn von 5,5 Millionen US-Dollar nach 4,3 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 28,2 Prozent und einer operativen Marge von 4,7 Prozent nach 3,7 Prozent im Vorjahresquartal. Damit verdiente das Unternehmen operativ 1,2 Millionen US-Dollar mehr, obwohl der Umsatz lediglich um 1,9 Prozent zulegte.
Währungsverluste und Steuerquote belasten den Nettogewinn
Unterhalb der operativen Ebene kehrte sich das Bild um. Das sonstige Ergebnis rutschte auf minus 0,1 Millionen US-Dollar, nachdem es im Vorjahresquartal noch 3,3 Millionen US-Dollar beigesteuert hatte; ausschlaggebend waren Währungsverluste in Asien, die Gewinne in Europa und Lateinamerika nur teilweise ausglichen. Bei einem Vorsteuerergebnis von 5,4 Millionen US-Dollar und einem Steueraufwand von 1,8 Millionen US-Dollar stieg die Steuerquote auf 34,1 Prozent nach 26,8 Prozent.
Ergebnis je Aktie sinkt auf 0,19 US-Dollar
Der auf die Stammaktionäre entfallende Nettogewinn nach US-GAAP ging auf 3,5 Millionen US-Dollar oder 0,19 US-Dollar je verwässerter Aktie zurück, verglichen mit 5,3 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,28 US-Dollar. Ein Teil der Differenz erklärt sich aus dem Erwerb der Minderheitsanteile an NSP China im Dezember 2025: Auf diese Anteile entfielen im Vorjahresquartal nach Unternehmensangaben 0,9 Millionen US-Dollar oder 0,05 US-Dollar je verwässerter Aktie, im Berichtsquartal dagegen keine Ergebnisbeiträge mehr.
Bereinigtes EBITDA verharrt bei 11,3 Millionen US-Dollar
Bereinigt um Steuern, Abschreibungen, aktienbasierte Vergütung und sonstige Ergebnisbestandteile lag das EBITDA bei 11,3 Millionen US-Dollar und damit exakt auf Vorjahresniveau; die zugehörige Marge betrug 9,7 Prozent. Der Non-GAAP-Nettogewinn, der Sonderaufwendungen von 0,6 Millionen US-Dollar herausrechnet, belief sich auf 4,0 Millionen US-Dollar oder 0,21 US-Dollar je verwässerter Aktie nach 6,7 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,35 US-Dollar.






























