Alexandra Gandler stammt aus Piatra NeamÈ› in Rumänien und lebt seit rund 24 Jahren in Österreich, wo sie 14 Jahre lang als Kassiererin bei BILLA arbeitete. 2019 lernte sie FitLine und PM-International als Kundin kennen. Im Mai 2021 kündigte sie ihren sicheren Arbeitsplatz und entschied sich für den Schritt in die Selbstständigkeit. Ihre Organisation umfasste in der Spitze rund 1.200 Teampartner und seit April 2024 gehört sie dem Silver President’s Team an. Ihre Geschichte erzählt vom Weg aus einem langjährigen Angestelltenverhältnis und von der Entscheidung, die eigene berufliche Zukunft selbst zu gestalten.Â
Vierzehn Jahre an der Kasse bei BILLA gearbeitet
Als Mutter von drei Kindern weiß Alexandra Gandler, die eine Ausbildung in Elektrotechnik absolvierte, was es bedeutet, Beruf, familiäre Verpflichtungen und den Alltag miteinander zu vereinbaren. Vierzehn Jahre lang arbeitete sie bei BILLA, unter anderem als Kassiererin. „Ich kenne dieses Leben: pünktlich sein, den Urlaub beantragen, arbeiten, wenn man eingeteilt ist, und die Familie rundherum organisieren.“
Der feste Arbeitsplatz gab ihr Sicherheit. Gleichzeitig wuchs der Wunsch nach mehr Selbstbestimmung. „Ich wollte selbst entscheiden, wann ich arbeite, wo ich arbeite und mit wem ich arbeite. Und vor allem: wie ich mein Leben eigentlich leben möchte.“ Was ihr lange fehlte, war nicht der Wille zur Veränderung, sondern eine konkrete berufliche Perspektive.

Erfolg ist eine Gemeinschaftsleistung.
Ihre ersten Karrierestufen erreichte Alexandra Gandler in vergleichsweise kurzer Zeit. Noch 2021 qualifizierte sie sich als Vice President. 2022 stieg sie zunächst zum Executive Vice President und im Dezember schließlich zum President auf. Im folgenden Jahr verlagerte sich ihr Schwerpunkt auf den internationalen Teamaufbau. Im April 2024 folgte die Qualifikation für das Silver President’s Team.
Ihr bislang höchstes Monatseinkommen lag im fünfstelligen Bereich, aber Erfolg misst sie nicht allein am Einkommen. „Erfolg ist individuell. Mein größter Gewinn sind Freiheit, Wachstum und Selbstbestimmung.“ Geld allein sei nie ihre wichtigste Antriebskraft gewesen. Im Rückblick zählt für sie hauptsächlich eine andere Frage: „Wer war ich damals – und wer bin ich heute?“
Ihre Organisation umfasste in der Spitze rund 1.200 Teampartner, eine Entwicklung, die sie ausdrücklich als Gemeinschaftsleistung versteht: „Ich habe nicht allein ein Team von 1.200 Partnern aufgebaut. Ich habe Menschen begleitet, die wiederum andere Menschen begeistert und unterstützt haben – und genau das bedeutet für mich Leadership.“

Begleiten, ohne Abhängigkeiten zu schaffen
Sie begleitet ihre Teampartner bei Kundengesprächen und Präsentationen, vermittelt Produktwissen und gibt ihre Erfahrungen im Umgang mit Social Media sowie beim Aufbau eigener Teams weiter. Entscheidungen dauerhaft für andere zu treffen, gehört jedoch nicht zu ihrem Führungsverständnis. „In dem Moment, in dem jemand glaubt, nur erfolgreich sein zu können, wenn ich jeden Schritt für ihn entscheide, habe ich ihn abhängig gemacht.“
Ihr Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für ihr Geschäft zu übernehmen. „Aus anfänglicher Unsicherheit soll Selbstbewusstsein entstehen“, so Alexandra Gandler.
Was langfristig den Unterschied macht
Für Alexandra Gandler beginnt nachhaltiger Erfolg mit der Bereitschaft, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Ebenso wichtig ist ihr die Unterscheidung zwischen Motivation und Disziplin: „Motivation ist nicht jeden Tag gleich. Disziplin bedeutet, auch dann weiterzumachen, wenn gerade niemand applaudiert.“
Dass am Anfang noch nicht alles perfekt sein muss, betrachtet sie als selbstverständlichen Teil jeder Entwicklung. „Man wird gut, weil man beginnt.“ Entscheidend sei, lernbereit zu bleiben, Rückschläge auszuhalten und sich nicht anders darzustellen, als man ist. Gerade die Höhen und Tiefen machten eine persönliche Geschichte glaubwürdig, weiß Alexandra Gandler.
Network Marketing ist für sie vorrangig ein Geschäft zwischen Menschen. Deshalb steht das Zuhören vor dem Verkaufen. Führung bedeutet für sie nicht, andere in eine bestimmte Richtung zu drängen, sondern ihnen dabei zu helfen, ihre eigenen Fähigkeiten zu erkennen und weiterzuentwickeln.
Ihr Rat an Menschen, die über einen Einstieg nachdenken, ist entsprechend klar: „Warte nicht auf den perfekten Zeitpunkt. Fang an.“ Man müsse nicht bereits alle Antworten kennen, sondern könne mit den vorhandenen Möglichkeiten beginnen und zunächst das Gespräch mit Menschen suchen. Überzeugen möchte sie dabei niemanden. Sie zeigt eine Möglichkeit und überlässt dem Gegenüber die Entscheidung.
Auch von ständigen Vergleichen mit anderen hält sie wenig, denn irgendjemand werde immer schneller oder scheinbar weiter sein. Bei Rückschlägen richtet sie den Blick deshalb zuerst auf den eigenen Handlungsspielraum: „Frage nicht zuerst, wer schuld ist. Frage, was du verändern kannst.“

Mut heißt, sich trotz der Angst zu entscheiden
Alexandra Gandlers Weg verlief nie geradlinig. Sie weiß, was ein sicherer Arbeitsplatz bedeutet – und wie viel Überwindung es kostet, diese Sicherheit aufzugeben. „Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut bedeutet, trotz Angst zu entscheiden.“
Mit ihrer Kündigung wurde allerdings nicht plötzlich alles einfach. Menschen kamen und gingen, Teams veränderten sich, manche Pläne gingen auf, andere nicht. Lange glaubte sie, sich und anderen etwas beweisen zu müssen. Heute erlaubt sie sich, ambitionierte Ziele zu verfolgen, ohne sich dafür zu rechtfertigen oder kleiner zu machen.
In den kommenden zwölf Monaten möchte sie ihre Organisation festigen und international weiterentwickeln. Ihr nächstes Karriereziel ist das Gold President’s Team. Diese Qualifikation soll jedoch nicht allein auf Zahlen beruhen, sondern aus der Entwicklung eigenständig handelnder Führungspersönlichkeiten hervorgehen. Ihre Perspektive für die kommenden vier Jahre ist ein dauerhaft stabiles, internationales Geschäft, dessen Erfolg nicht von einer einzelnen Person abhängt.
Freiheit bedeutet für sie dabei keineswegs, nicht mehr arbeiten zu müssen. Sie bedeutet vielmehr, über die eigene Zeit und die Richtung des Lebens selbst bestimmen zu können. „Ich möchte nicht nur funktionieren. Ich möchte leben.“
Alexandra Gandler wurde 1981 geboren und lebt mit ihrer Familie in Mittersill im Salzburger Land. Neben ihrer Arbeit gehören Sport und Fitness, Reisen, Gesundheit und persönliche Weiterentwicklung zu ihrem Leben. Besonders wichtig ist ihr der Austausch mit Menschen aus anderen Ländern. International arbeiten zu können und zugleich für ihre Familie da zu sein, betrachtet sie heute als wesentlichen Gewinn ihrer Entscheidung aus dem Jahr 2021. „Sei dankbar für das, was ist. Aber vergiss niemals, wer du noch werden kannst.“






























