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Natura erzielt im 1. Halbjahr 2026 Umsatz in Höhe von 1.924,6 Millionen US-Dollar

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Die Natura Cosméticos S.A. (B3: NATU3) mit Sitz in São Paulo hat im ersten Halbjahr 2026 einen Nettoumsatz von rund 1.924,6 Millionen US-Dollar erzielt. Im Vorjahreszeitraum betrug der Umsatz noch 2.101,9 Millionen US-Dollar, was einem Umsatzrückgang von von 177,3 Millionen US-Dollar oder 8,4 Prozent entspricht. Natura belegte auf auf der DSN 100 Liste 2026 auf Basis der Umsätze von 2025 mit 4,4 Milliarden US-Dollar Rang 4, hinter Amway, Herbalife und Vorwerk sowie vor PM-International. CEO João Paulo Ferreira. 

Umsätze von Natura für das 1. Halbjahr 2026 in US-Dollar

Regionen und Kennzahlen

1. HJ 2026

1. HJ 2025

+/-

Brasilien

1.116,3

1.250,1

-10,7 %

Hispanische Märkte

808,3

851,8

-5,1 %

Nettoumsatz gesamt

1.924,6

2.101,9

-8,4 %

davon 1. Quartal

921,1

997,9

-7,7 %

davon 2. Quartal

1.003,6

1.104,0

-9,1 %

EBITDA

187,5

279,3

-32,9 %

EBITDA-Marge

9,7 %

13,3 %

-3,6 pp

Nettoergebnis

-79,6

+76,9

n. a.

Angaben in Millionen US-Dollar. Umrechnung sämtlicher Werte mit dem durchschnittlichen EZB-Referenzkurs von Januar bis Juni 2026 in Höhe von 5,1517 Brasilianischen Real je US-Dollar (Mittel der Monatswerte BRL/EUR 6,0118 und USD/EUR 1,1670). Rundungsdifferenzen möglich. Nettoergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche. Quelle: Natura, Quartalsmitteilungen 1T26 und 2T26.

Zwei schwache Quartale prägen das erste Halbjahr

Beide Quartale verliefen rückläufig. Von Januar bis März setzte Natura 921,1 Millionen US-Dollar um, ein Minus von 7,7 Prozent; von April bis Juni waren es 1.003,6 Millionen US-Dollar und damit 9,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In konstanter Währung fielen die Rückgänge milder aus. Das EBITDA sank auf 187,5 Millionen US-Dollar, die Marge gab von 13,3 auf 9,7 Prozent nach. Als Gründe nennt das Unternehmen Lieferengpässe, eine temporäre steuerliche Verschiebung in São Paulo und ein schwaches Konsumklima.

Brasilien hält Umsatzanteil von 58 Prozent

Der Heimatmarkt bleibt mit 1.116,3 Millionen US-Dollar und einem Anteil von 58 Prozent die entscheidende Größe – und zugleich der Bremsklotz. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verlor Brasilien 10,7 Prozent, im zweiten Quartal allein 14,8 Prozent auf 595,9 Millionen US-Dollar. Neben der Produktverfügbarkeit belasteten eine geringere Aktivität der Beraterinnen sowie der Übergang auf ein neues Franchise-Modell, das die Eröffnung neuer Filialen zeitweise unterbrach. Die EBITDA-Marge in Brasilien lag im zweiten Quartal bei 16,4 Prozent.

Die hispanischen Märkte stabilisieren das Geschäft

Außerhalb Brasiliens erzielte Natura 808,3 Millionen US-Dollar, gemessen in Real ein Rückgang von 5,1 Prozent. Das zweite Quartal drehte jedoch ins Plus: 407,6 Millionen US-Dollar bedeuteten in konstanter Währung ein Wachstum von 7,2 Prozent, getragen von Mexiko und einer allmählichen Erholung in Argentinien. Der Zuwachs erfolgt allerdings von niedriger Basis, da die Zusammenlegung mit Avon das Vorjahr belastet hatte.

Avon bleibt der schwächster Teil des Portfolios

Deutlicher als der Konzern verlor die 1886 gegründete Marke Avon. In Brasilien sank ihr Umsatz im ersten Quartal um 13,8 Prozent auf 70,7 Millionen US-Dollar, im zweiten Quartal beschleunigte sich der Rückgang auf 22,5 Prozent. Konzernweit gab das Segment Avon im zweiten Quartal um 11,0 Prozent nach. Gegenläufig entwickelte sich das Geschäft in den hispanischen Märkten mit einem Plus von 4,7 Prozent. Seit Mitte März 2026 läuft der Relaunch der Marke in Brasilien und Mexiko, dessen Sortimentseffekte sich bislang nur punktuell zeigen.

Verkauf des internationalen Avon-Geschäfts ist abgeschlossen

Die schwache Entwicklung fällt in eine Phase des Umbaus. Zum 31. Dezember 2025 übertrug Natura das Auslandsgeschäft von Avon in Europa, Afrika und Asien zum symbolischen Preis von einem britischen Pfund an den Investor Regent LP und sagte eine Kreditlinie über 25 Millionen US-Dollar zu. Marke, Schutzrechte und Betrieb in Lateinamerika verbleiben bei Natura.

Umsatzentwicklung der Marken und Segmente von Natura im 1. Halbjahr 2026

Marke / Segment

Zeitraum

Vergleichsbasis

+/-

Avon Brasilien

1. Quartal

Real

-13,8 %

Avon Brasilien

2. Quartal

Real

-22,5 %

Avon hispanische Märkte

2. Quartal

konstante Währung

+4,7 %

Segment Avon gesamt

2. Quartal

Real

-11,0 %

Natura Brasilien

2. Quartal

Real

-14,5 %

Natura hispanische Märkte

2. Quartal

konstante Währung

+12,3 %

Segment Natura gesamt

2. Quartal

Real

-8,2 %

Segment Casa & Estilo

2. Quartal

Real

-27,6 %

Veränderung gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal. Quelle: Natura, Quartalsmitteilungen 1T26 und 2T26.

Rang 4 im DSN Global 100 2026

Im April 2026 veröffentlichte Direct Selling News seine DSN 100 Liste auf Basis der Umsätze des Jahres 2025 und trennte die Rangliste erstmals nach produkt- und dienstleistungsorientierten Unternehmen. Unter den produktorientierten Anbietern belegt Natura & Co mit 4,4 Milliarden US-Dollar Rang 4, hinter Amway, Herbalife und Vorwerk sowie vor PM-International. Insgesamt meldeten 59 Unternehmen aus 16 Ländern zusammen 63 Milliarden US-Dollar.

Cashflow entlastet, Prognose für 2026 angepasst

Auf der Kapitalseite zeigt sich Entlastung: Im zweiten Quartal floss ein freier Cashflow von 66,4 Millionen US-Dollar zu, die Nettoverschuldung sank auf 750,0 Millionen US-Dollar. Unter dem Strich steht für das Halbjahr ein Fehlbetrag von 79,6 Millionen US-Dollar nach einem Gewinn von 76,9 Millionen. Die Margenerwartung bezieht Natura nun auf den berichteten Wert von 10,0 Prozent aus 2025 statt auf die bereinigten 14,1 Prozent.

Antônio Luiz Seabra gründete Natura 1969 in São Paulo

Antônio Luiz Seabra gründete Natura 1969 in São Paulo, 2004 folgte der Börsengang. Danach wuchs der Konzern durch Zukäufe: 2012 stieg er bei der australischen Marke Aesop ein, 2017 kam The Body Shop für rund eine Milliarde US-Dollar hinzu, im Januar 2020 die Übernahme von Avon. Seit 2023 dreht sich die Richtung um. Aesop ging für 2,525 Milliarden US-Dollar an L’Oréal, The Body Shop für 207 Millionen Pfund an die Aurelius-Gruppe, zuletzt Avon International an Regent LP. Zurück bleibt ein auf Lateinamerika konzentrierter Konzern.

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