THE NEXT WAVE – Zeitenwende im Direct Selling 

In den nächsten zehn Jahren dürfte die Direct-Selling-Branche vor dem größten Umbruch und den größten Herausforderungen stehen, die es jemals gab. 

  • Generationen Y und Z bestimmen Zukunft im Network
  • Das Internet hat die Welt verändert
  • Social-Media-Plattformen sind Kontaktbörse für Vertrieb
  • Millionen Mikro-Influencer auf der Suche nach Produkten
  • Hightech-Online-Tools werden Voraussetzung
  • Neue Vergütungspläne werden den alten Breakawy ablösen
  • Das Broadcast-Studio wird das Präsenz-Event ablösen
  • Network-Unternehmen werden zum Hightech-Full-Service-Dienstleister

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Tahitian Noni Co-Founder John Wadsworth übernimmt NewAge und startet Klagewelle

John Wadsworth gehörte 1995 zu den Gründern von Tahitian Noni International, später Morinda Inc., und schied im Dezember 2015 als President aus dem Network-Marketing-Unternehmen aus. Später startete er in Orem, Utah, die Zennoa Inc., die ebenfalls Noni Juice im Sortiment hatte.

Für 85 Millionen US-Dollar Morinda Holding gekauft

Ende 2018 ging Morinda für 85 Millionen US-Dollar an die NewAge Inc., die im Juli 2020 auch noch die MLM-Companies ARIIX, Zennoa, Limu und Shannon übernahm. Damals sah man im Omni-Channel-Unternehmen NewAge Beverages Corporation aus Colorado einen der nächsten Billion-Dollar-Global-Player des Direct Selling. Doch kam alles anders. Am 30. August 2022 meldeten die NewAge (früher NASDAQ: NBEV, jetzt Other OTC: NBEVQ) sowie deren Tochtergesellschaften ARIIX LLC und Morinda Holdings Inc. Konkursverfahren nach Chapter 11 in Delaware an.

Am 18. Oktober notierte die inzwischen als Penny Stock gehandelte Aktie auf 0,02 US-Dollar, nachdem sie einen Tag zuvor noch für 0,001 US-Dollar über den Tisch ging. Ein Anstieg des Aktienkurses um Faktor 20, womit sich der erst am 17. Oktober endgültig genehmigte Kauf von NewAge durch John Wadsworth über seinen Neffen John R. Wadsworth schon jetzt für den früheren President von Morinda gelohnt haben dürfte.

Schwere Vorwürfe gegen Fred Cooper

Und die Aktie könnte weiter steigen, sollte die aktuell angestoßene Klagewelle wegen Vertragsbruch, Sabotage aus Eigennutz und Erpressung gegen ehemalige Angehörige des NewAge-Managements Erfolg haben. So habe Fred Cooper, ehemaliger Direktor von NewAge, sich fälschlicherweise als Vorstandsvorsitzender ausgegeben und NewAge diesbezügliche „Auftritte“ in Rechnung gestellt.

Zudem soll er eine Scheinvereinbarung in Bezug auf Kwikclick-Software in Auftrag gegeben haben, die NewAge monatlich 200.000 US-Dollar kostete, und vom ebenfalls beklagten ehemaligen NewAge CEO ohne Zustimmung des Vorstandes abgeschlossen wurde. Weiterer Beklagter ist das Unternehmen Kwikclick selbst, das Cooper unter Zuhilfenahme von über dessen Software gewonnenen NewAge-Daten zum NewAge-Nachfolger machen wollte.   (FW)

Originalbericht in Ausgabe 12-2022 lesen

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