Die LR Health & Beauty SE hat im Ringen um die Restrukturierung ihrer Anleihe 2024/2028 (ISIN: NO0013149658) einen entscheidenden Etappensieg erzielt. Nach Unternehmensangaben haben Anleihegläubiger, die etwa 69,57 Prozent des angepassten Nennbetrags vertreten, ihre Absicht bekundet, für die beantragten vorübergehenden Verzichtserklärungen zu stimmen. Die Abstimmungsfrist lief am 28. November 2025 um 15:00 Uhr MEZ ab. Die notwendige Zweidrittelmehrheit scheint damit gesichert. CEO des Unternehmens ist Jörg Körfer.
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Chronologie der Ereignisse
August 2025:
Die LR Health & Beauty SE kündigt an, Verhandlungen mit den Anleihegläubigern über einen möglichen Verstoß gegen den Leverage Covenant aufzunehmen. Das Unternehmen ist verpflichtet, zum Stichtag 30. September 2025 ein Verhältnis der Nettoverschuldung zum EBITDA von maximal 4,50:1 einzuhalten.
Oktober 2025:
Der Vorstand stellt die Verletzung des Leverage Covenant offiziell fest. Gleichzeitig beschließt das Unternehmen, die am 30. November 2025 fälligen Zinszahlungen zu stunden und das operative Geschäft zu priorisieren. Gespräche mit einer Ad-hoc-Gruppe von Anleihegläubigern über eine Stillhalteverpflichtung werden aufgenommen. Zudem wird ein renommiertes Unternehmen mit der Erstellung eines Restrukturierungsgutachtens beauftragt.
November 2025:
Das Unternehmen leitet ein schriftliches Abstimmungsverfahren (Written Procedure) nach den Anleihebedingungen ein. Beantragt werden vorübergehende Verzichtserklärungen betreffend die Zinsstundung und die Nichteinhaltung des Maintenance Tests bis einschließlich 28. Februar 2026.
November 2025:
Die Gesellschaft gibt bekannt, dass Anleihegläubiger mit 69,57 Prozent des angepassten Nennbetrags ihre unterstützende Stimmabsicht bekundet haben. Für die Beschlussfähigkeit ist ein Quorum von mindestens 50 Prozent erforderlich, für den Beschluss selbst eine Zweidrittelmehrheit der teilnehmenden Anleihegläubiger.
Mit der signalisierten UnterstĂĽtzung von knapp 70 Prozent des Nennbetrags ĂĽbertrifft die Zustimmungsquote bereits jetzt die erforderliche Zweidrittelmehrheit deutlich. Die Verzichtserklärungen sollen dem Unternehmen Zeit bis Ende Februar 2026 verschaffen, um die Kapital- und Finanzierungsstruktur nachhaltig zu verbessern und einen tragfähigen Aktionsplan zu entwickeln.Â






























