THE NEXT WAVE – Zeitenwende im Direct Selling 

In den nächsten zehn Jahren dürfte die Direct-Selling-Branche vor dem größten Umbruch und den größten Herausforderungen stehen, die es jemals gab. 

  • Generationen Y und Z bestimmen Zukunft im Network
  • Das Internet hat die Welt verändert
  • Social-Media-Plattformen sind Kontaktbörse für Vertrieb
  • Millionen Mikro-Influencer auf der Suche nach Produkten
  • Hightech-Online-Tools werden Voraussetzung
  • Neue Vergütungspläne werden den alten Breakawy ablösen
  • Das Broadcast-Studio wird das Präsenz-Event ablösen
  • Network-Unternehmen werden zum Hightech-Full-Service-Dienstleister

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Long Distance Sponsering im Network Marketing

Long Distance Sponsering ist ein Begriff aus der Network-Marketing-typischen Terminologie, der das Sponsern neuer Vertriebspartner über größere Entfernungen benennt. Während jedoch früher einen Interessenten aus Übersee und seinen potenziellen Sponsor aus den USA mehrere Flugstunden und exorbitante Telefonkosten trennten, sind es heute lediglich ein paar Mausklicks.

Deswegen standen die Pioniere dieser Industrie beim Aufbau nationaler und multinationaler Teams vor ganz anderen Herausforderungen als heutige Networker. Zu Zeiten erster Branchenunternehmen gab es noch nicht einmal das Fax. Ferngespräche waren teuer und ein Telefonanschluss war Luxus. Ohne Briefpost ging gar nichts. Im Gegensatz zu heute war es bis Ende der 1990er-Jahre schon eine Herausforderung, jemanden aus einer anderen Stadt in sein Team zu holen. Selbst bei nur einer Stunde Fahrzeit war es mit erheblichem Zeit- und Geldaufwand verbunden, solch einen neuen Partner als Sponsor zu unterstützen, bis er vollkommen selbstständig agieren konnte. 

Größere Entfernungen machten Hotelübernachtungen erforderlich und so das Ganze noch kostenintensiver. Long Distance Sponsering war ein Mid Term Investment, denn Rendite in Form höherer Monatsprovision, von der nach Abzug aller Kosten Gewinn übrigblieb, stellte sich erst nach einer gewissen Zeit ein. Zudem beinhaltete jeder telefonische oder schriftliche Erstkontakt das Risiko erheblichen Aufwands ohne Ertrag. Auch mehrfache Terminbestätigungen waren keine Garantie dafür, dass ein Interessent auch tatsächlich am vereinbarten Treffpunkt erschien. Der Aufbau in neu eröffneten Ländern war mit mehrwöchigen Auslandsaufenthalten verbunden. Flug- und Hotelkosten, Inserate in den wichtigsten Tageszeitungen und manchmal auch ein Dolmetscher – Long Distance Sponsering konnte man sich nur mit einem entsprechend hohen Scheck erlauben. Ohne stabile Homebase, die auch bei längerer eigener Abwesenheit weiterwuchs, war Sponsern über große Distanzen ein riskantes Unterfangen.

 Profit hing davon ab, in den Ländern, in die man expandierte, schnellstmöglich selbstständig arbeitende Schlüsselpersonen aufzubauen. Heute spielt das dank mehrsprachiger Landingpages, Social Media und Internet-basierten Tools wie Skype, Zoom, Telegram oder Teams keine Rolle mehr. Einen Partner aus Übersee zu sponsern, dauert nicht länger als den Nachbarn von nebenan einzuschreiben und Kosten entstehen dabei nicht wirklich. So ist im Gegensatz zu früher heute Long Distance Sponsering sofort nach eigenem Einstieg problemlos machbar. (FW)

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