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Korruptionsskandal: Herbalife Nutrition Ltd. muss erneut Strafe in Höhe von 122 Millionen Dollar zahlen

Am 28.8.2020 gab das »United States Department of Justice« bekannt, dass das Network-Marketing-Unternehmen Herbalife eine Gesamtstrafe in Höhe von 122 Millionen Dollar akzeptiert hat, um Ermittlungen seitens der Regierung wegen Betrug und Korruption nach dem »Foreign Corrupt Practices Act (FCPA)« beizulegen. Herbalife wird unter anderem der Korruption beschuldigt, da Regierungsbeamte in China über einen Zeitraum von 10 Jahren bestochen wurden.

Illegale Praktiken bei Herbalife

Verhängt wurden Strafen in Höhe von über 55 Millionen US-Dollar wegen des Korruptionsfalls in China und weitere 67 Millionen US-Dollar, die in einer verwandten Angelegenheit an die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) zu zahlen sind.

Wie aus der Vereinbarung mit der Justizbehörde hervorgeht, genehmigte Herbalife die umfangreichen und systematischen Korruptionszahlungen an chinesische Regierungsbeamte über einen Zeitraum von 10 Jahren, um das Geschäft von Herbalife in China auszubauen“, sagte die amtierende US-Anwältin Audrey Strauss aus New York.

„Um dieses Korruptionsschema zu verschleiern, fälschte Herbalife Buchhaltungsunterlagen, um diese unzulässigen Zahlungen als Geschäftsausgaben zu charakterisieren. Herbalife hat nicht nur sein kriminelles Verhalten eingestanden, sondern auch zugestimmt, Strafen von mehr als 123 Millionen US-Dollar zu zahlen“, so die ermittelnde Staatsanwältin.

Kriminelle Machenschaften, um China-Geschäft zu sichern

Erwiesen ist somit das Herbalife zwischen 2007 und 2016 wissentlich und absichtlich seine Bücher und Aufzeichnungen gefälscht hat, um chinesische Regierungsbeamte bestechen zu können. Herbalife führte das Programm zum Zweck der Erlangung, Beibehaltung und Steigerung des Geschäfts von Herbalife in China durch, indem es unter anderem:

(1) bestimmte Direktvertriebslizenzen für seine hundertprozentigen Tochtergesellschaften in China (Herbalife China) durch Bestechung erhielt und behielt.

(2) unzulässig bestimmte Untersuchungen der chinesischen Regierung zur Einhaltung der chinesischen Gesetze durch Herbalife China durch Bestechung beeinflusste.

(3) unzulässig bestimmte staatseigene und staatlich kontrollierte chinesische Medien durch Bestechung beeinflusste, um negative Medienberichte über Herbalife China zu entfernen.

Beispielsweise stellte Herbalife China Ende 2006 bis Anfang 2007, während der Antrag von Herbalife China auf Erteilung der ersten Direktvertriebslizenz anhängig war, chinesischen Regierungsbeamten, einschließlich Regierungsbeamten, die für die Vergabe dieser Direktvertriebslizenz verantwortlich sind, hohe Bestechungsgelder zur Verfügung.

Etwa im gleichen Zeitraum schlug ein leitender Angestellter und hochrangiger Manager von Herbalife einem hochrangigen Manager von Herbalife China vor, dass Mitarbeiter von Herbalife China im Zusammenhang mit der Unterhaltung chinesischer Regierungsbeamter Dokumente zur Kostenerstattung fälschen.

Danach gewährte Herbalife chinesischen Regierungsbeamten weiterhin unangemessene Zahlungen und Leistungen. Herbalife verbuchte auch weiterhin fälschlicherweise bestimmte unzulässige Zahlungen und Vorteile als „Reise- und Unterhaltungskosten“ und fälschte damit die Bücher.

Im Rahmen der Vereinbarung erklärte sich Herbalife bereit, weiterhin mit der US-Regierung bei laufenden oder künftigen strafrechtlichen Ermittlungen in Bezug auf Herbalife, seine Führungskräfte, Mitarbeiter oder Agenten zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus erklärte sich Herbalife im Rahmen der Vereinbarung bereit, sein Compliance-Programm zu verbessern und der Regierung über die Umsetzung seines erweiterten Compliance-Programms Bericht zu erstatten.

Im Jahr 2016 machte Herbalife bereits Schlagzeilen, als sich das Unternehmen bereit erklärte, 200 Millionen US-Dollar an die Federal Trade Commission zu zahlen, da vorsätzlich Verbraucher getäuscht wurden. Damit konnte das Unternehmen einer Anklage umgehen, als illegales Pyramidensystem deklariert zu werden.

Insgesamt musste Herbalife seit 2016 rund 343 Millionen Dollar für seine illegalen Machenschaften zahlen.

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