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FTC klagt Jay Noland an ein illegales Pyramidensystem betrieben zu haben

Nach Vemma, Herbalife, AdvoCare und Neora nimmt die Federal Trade Commission nun das von Jay Noland gegründete Network-Marketing-Unternehmen »Success By Health« ins Visier. Die FTC behauptet, dass James „Jay“ Dwight Noland, Jr. und weitere leitende Angestellte sowie Führungskräfte von »Success By Health« ein illegales Pyramidensystem betrieben haben sollen. Während die FTC in einem Eilverfahren die Beschlagnahmung sämtlicher Vermögenswerte, privat wie geschäftlich beantragt hat, scheint sich Noland bereits Ende 2019 nach Südafrika abgesetzt zu haben.

Noland war »Umsatz-Frontloader« von Rain International

Noland ist kein unbeschriebenes Blatt innerhalb der Branche und gehörte anscheinend auch zu den Foundern von Organo Gold. Direkt nach der Gründung von Organo Gold soll es allerdings zu Streitigkeiten zwischen den Organo-Eliten und Jay Noland gekommen sein und so gründete er 2009 das Konkurrenzunternehmen SereniGy, das ebenfalls Kaffee mit Ganoderma anbot.

Der große Durchbruch blieb jedoch aus und die Allianz mit Rain entstand, wenn auch unter nebulösen, spekulativen Umständen, denn das Unternehmen von Noland soll quasi pleite gewesen sein. Mitte 2015 wurde SereniGy offiziell von Rain International aufgekauft und in der Außenwirkung besetzte Jay Noland die Position als »Chief Sales Officer« von Rain International.

Hier fungierte er als »Chefeinpeitscher«, um große Founder-Pakete von der Bühne aus zu verkaufen, was dem immer wieder von Liquiditätsproblemen geplagten Unternehmen aus Utah damals rettende Umsätze beschert haben soll, wie hinter den Kulissen gemunkelt wird.

Nach seinem Ausstieg bei Rain International hat Noland mit »Success By Health« ein neues Network-Marketing-Unternehmen gegründet. Das Unternehmen mit Headquarter in den USA vermarktet Kaffee- und Teesorten in der Kombination mit Ganoderma und kann als hundertprozentiges Copycat von Organo Gold und SereniGy betrachtet werden.

Noland ist kein Unbekannter bei der FTC

Mit »Success By Health« kehrte Noland also »back to the roots« und nahm erneut Anlauf, um Millionen einzusammeln. Der Umstand, dass Jay Noland bereits im Jahr 2002 Probleme mit der FTC hatte, könnte das harte Vorgehen der Behörde erklären. Hier wurde in einem ähnlichen Kontext ein Vergleich geschlossen.

Damals wie heute scheint es vorrangig um irreführende und täuschende Einkommensversprechen zu gehen, die die FTC auf den Plan gerufen haben, womit Noland in den Augen der allmächtigen US-Behörde als Wiederholungstäter gelten dürfte.

Die FTC behauptet, dass „über 95 %  der Umsätze“ von Vertriebspartnern getätigt wurden und es somit quasi keine Kunden gab. Darüber hinaus wurden Starter-Sets verkauft, die rund 1.200 Dollar und mehr kosteten. Ein eindeutiges Indiz für die Behörde, dass es vorrangig darum ging, durch Frontloading neue Geschäftspartner zu gewinnen, denn hohe Einstiege führen erfahrungsgemäß zu hohen Provisionen für die direkte Upline.

Auch die übertriebene Darstellung der Einkommensmöglichkeiten, untermauert mit Bilden von Häusern, Yachten und anderen Statussymbolen scheint der Behörde ein Dorn im Auge gewesen zu sein, denn die jüngsten Leitlinien der FTC für MLM-Firmen befassen sich mit genau dieser Thematik, die auch noch anderen Unternehmen zum Verhängnis werden könnte.

Wenn die Teilnehmer eines Systems im Allgemeinen keine derartigen Ergebnisse erzielen, sind diese Darstellungen für aktuelle oder potenzielle Einsteiger wahrscheinlich falsch oder irreführend, argumentiert die FTC.

Aber auch die restriktive Rücknahmepolitik von Produkten seitens »Success By Health«, monatliche Abnahmeverpflichtungen in Form von Produktabos und fehlende Möglichkeiten echte Verkaufsumsätze erzielen zu können, dürften weitere Gründe für die Anklage der FTC gewesen sein.

 

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