Die Marktstudie 2025 des BDD Bundesverband Direktvertrieb Deutschland, erstellt in Zusammenarbeit mit der Universität Mannheim, liefert ein detailliertes Bild der Produktlandschaft im deutschen Direktvertrieb. Bei einem Branchenumsatz von 20,89 Milliarden Euro und rund 907.000 aktiven Vertriebspartnern zeigt die Erhebung unter 129 Unternehmen, welche Warengruppen 2024 die höchste Relevanz besaßen.
Haushaltswaren dominieren das Produktportfolio
An der Spitze der meistvertriebenen Produkte standen 2024 Haushaltswaren mit einem Anteil von 13 Prozent, dicht gefolgt von Energie- und Kommunikationsdienstleistungen mit zwölf Prozent sowie Lebensmitteln und Getränken mit elf Prozent. Kosmetik und Körperpflege erreichten zehn Prozent, während Bauprodukte sowie Bücher, Spielwaren und Bürobedarf jeweils neun Prozent erzielten. Reinigung und Tierpflege sowie Wellness lagen bei acht Prozent, Bekleidung und Accessoires bei sieben Prozent. Die Verteilung verdeutlicht, wie breit der Direktvertrieb aufgestellt ist – von physischen Konsumgütern über Dienstleistungen hin zu Finanzprodukten, die sechs Prozent ausmachten.
Produktkategorien im Direktvertrieb 2024
Produktkategorie | Anteil |
Haushaltswaren | 13 % |
Energie- und Kommunikationsdienstleistungen | 12 % |
Lebensmittel und Getränke | 11 % |
Kosmetik und Körperpflege | 10 % |
Bauprodukte | 9 % |
Bücher, Spielwaren, Bürobedarf, audiovisuelle Produkte | 9 % |
Reinigung und Tierpflege | 8 % |
Wellness | 8 % |
Sonstiges | 7 % |
Bekleidung und Accessoires | 7 % |
Finanzdienstleistungen / Versicherungen | 6 % |
Quelle: BDD-Marktstudie 2025, n = 129, Angaben in Prozent
Eine 20-Milliarden-Euro-Branche mit Wachstumsprognose
Der Gesamtumsatz im deutschen Direktvertrieb belief sich 2024 laut BDD auf 20,89 Milliarden Euro – ein Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 2022. Für 2025 rechnet die Branche mit einem durchschnittlichen Wachstum von 4,8 Prozent. Rund 907.634 Vertriebspartner waren im vergangenen Jahr aktiv, wobei das Geschlechterverhältnis mit 52 Prozent Frauen und 48 Prozent Männern nahezu ausgeglichen blieb. Als wichtigste Einstiegsgründe nannten die befragten Unternehmen die Begeisterung für das Produkt und die Verdienstmöglichkeiten mit jeweils 48 Prozent, gefolgt von der Flexibilität der Arbeitszeiten mit 33 Prozent.
Persönliche Beratung trifft auf Social Selling
Die Produktvielfalt korrespondiert mit einem zunehmend hybriden Vertriebsansatz. Klassische Formate wie die Verkaufsparty blieben 2024 relevant – 31 Prozent der Befragten gaben diesen als häufigsten Vertriebsweg an. Gleichzeitig nannten 29 Prozent der Unternehmen Social Media als einen ihrer zentralen Vertriebskanäle. Die Retourenquote lag mit lediglich sechs Prozent deutlich unter dem E-Commerce-Durchschnitt, was auf die intensive persönliche Beratung zurückzuführen sein dürfte. 38 Prozent der Direktvertriebsunternehmen investierten 2024 zudem in Künstliche Intelligenz und erzielten damit nach eigenen Angaben durchschnittlich 17 Prozent Einsparungen.
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Über die Studie: Die Marktstudie „Situation der Direktvertriebsbranche in Deutschland 2025“ wurde vom Bundesverband Direktvertrieb Deutschland e. V. (BDD) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Florian Kraus, Lehrstuhlinhaber für Vertrieb und Dienstleistungsmarketing an der Universität Mannheim, erarbeitet.
Hier geht es zur Studie: https://direktvertrieb.de/de/studien-zahlen-daten-fakten
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