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Das Hanfpflanzen-Ponzi-System Juicy Fields ist zusammengebrochen

Seit Mitte Juli bleibt Tausenden von Anlegern der Zugang auf ihre Konten auf Juicyfiels.io verwehrt. In diesem Zusammenhang ermittelt die Berliner Staatsanwaltschaft gegen die Juicy Grow GmbH, und Ex-Geschäftsführer Allan Glanse wegen des Verdachts, ein illegales Ponzi-System betrieben zu haben.  Es sollen rund 500.000 „Anleger“ geschädigt worden sein.  

Ex-CEO Allan Glanse sieht sich als Opfer

Allan Glanse, bis März 2022 CEO von Juicy Fields, sieht sich selbst als Opfer. Tatsächlich sei er nur der Strohmann für drei Männer mit russischen Pässen gewesen. So habe er diese Männer insgesamt nur fünf Mal getroffen. Zwar hätten sie ihn eingestellt, aber trotzdem die tatsächliche Kontrolle über die Juicy Fields Holding nie wirklich aus der Hand gegeben.

Renditen von 36 bis 66 Prozent versprochen

 Innerhalb der Cannabiswelt sorgte das im Oktober 2021 gestartete Unternehmen für Aufsehen. Die Anleger, sogenannte E-Grower wurden mit möglichen Renditen von 36 bis 66 Prozent innerhalb von nur 108 Tagen geködert. Hierzu wurden im Modell Juicy Flash minimal 50 EUR in eine einzelne Pflanze investiert. 108 Tage später sollte dann die Ernte für Preise zwischen 68 und 83 verkauft werden können.

Neben Juicy Flash wurden drei weitere Investitionsmodell angeboten, Juicy Haze, Kush und Mist alle ab 2.000 EUR bei einer Maximalanlage von 180.000 EUR. Die Opfer kommen nicht nur aus ganz Europa, sondern auch aus Asien, Amerika, Australien und Neuseeland. Der schwedische Anwalt Lars Olofsson spricht von einem weltweiten Betrug. Aktuell vertritt er 300 Klienten mit wachsender Tendenz, die im Schnitt mehr als 30.000 EUR investiert haben.

Bafin vor Juicy Fields

Die Initiatoren des Hanfpflanzen-Ponzis nutzen den Hype, der durch die geplante Legalisierung von Cannabis in Deutschland ausgelöst wurde. Bereits im März dieses Jahres warnte die Bafin vor Juicy Fields, bevor sie im Juni das Geschäft wegen des fehlenden Prospekts ganz verbot. Da sich die Firma nicht an den Verkaufsstopp hielt, belegte sie die Bafin mit einem Zwangsgeld in Höhe von einer Million Euro, dem widersprochen wurde. Bereits Ende Juli hieß es, dass mindestens 17 Millionen US-Dollar von einem Unternehmenskonto abgezweigt wurden. Insgesamt könnten die E-Grower um mehrere Hundert Millionen Euro betrogen worden sein. 

Die Ponzi-Kalkulation im Überblick

 Juicy Fields warb mit monatlichen Renditen von mindestens zehn und in der Spitze über 18 Prozent. Pflanze kaufen und nach 108 Tagen vom Verkauf der Ernte profitieren. Ob je Cannabis angebaut wurde, darf bezweifelt werden. Für ein ganzjähriges Business muss 3,38 Mal pro Jahr geerntet werden können.

Ohne Anbau reicht bei einem mittleren Verkaufspreis von 75 EUR eine Veranderthalbfachung der „Neupflanzen“ alle 108 Tage, um alle Auszahlungsberechtigten bedienen zu können. Zahlt man ausgehend von 100.000 Pflanzen alle Anleger über drei Ernten aus, werden nach 324 Tagen 337.500 Ernten für 25.312.500 EUR fällig.

Diese Summe entspricht 506.250 neu verkaufter Pflanzen. Stoppt man hier die Zahlungen, kann man sich gut 25 Millionen Euro in die Tasche stecken, eine „Ernte“ später fast 127 Millionen! (FW)

Originalbericht in Ausgabe 08-2022 lesen

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