THE NEXT WAVE – Zeitenwende im Direct Selling 

In den nächsten zehn Jahren dürfte die Direct-Selling-Branche vor dem größten Umbruch und den größten Herausforderungen stehen, die es jemals gab. 

  • Generationen Y und Z bestimmen Zukunft im Network
  • Das Internet hat die Welt verändert
  • Social-Media-Plattformen sind Kontaktbörse für Vertrieb
  • Millionen Mikro-Influencer auf der Suche nach Produkten
  • Hightech-Online-Tools werden Voraussetzung
  • Neue Vergütungspläne werden den alten Breakawy ablösen
  • Das Broadcast-Studio wird das Präsenz-Event ablösen
  • Network-Unternehmen werden zum Hightech-Full-Service-Dienstleister

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Carl Vorwerk – Co-Founder von Vorwerk & Co im Profil

Wie sein Bruder Adolf gehörte Carl Vorwerk zu den bedeutenden Unternehmern der Stadt Barmen, die heute Teil von Wuppertal ist. Die ihm zugeschriebene Erfindung des gewebten Orientteppichs 1901 gilt als Innovation. Tatsächlich basierte sie auf einem Fehler eines Arbeiters, der die Schlinge des Schussfadens auf dem Rücken des Teppichs sichtbar werden ließ, sodass dieser kaum noch von einem Orientteppich zu unterscheiden war. Carl Vorwerk erkannte den wirtschaftlichen Wert dieses Fehlers, ließ die Produktion darauf umstellen und das Ganze patentieren, womit eine der Hauptgrundlagen für den großen Erfolg des Unternehmens geschaffen war.

Prägend war sein längerer Auslandsaufenthalt in jungen Jahren.

Vorwerk lebte und arbeitete in Bradford im westlichen Yorkshire, seit Jahrhunderten ein Zentrum des englischen Wollgewerbes, aus dem die Garne stammten, die anderswo im Vereinigten Königreich zu Teppichen verarbeitet wurden. Dort erlebte er mit, wie die Produktion von Teppichen vom langwierigen Knüpfen auf maschinelles Weben umgestellt wurde, um die steigende Nachfrage aus bürgerlichen Kreisen bedienen zu können.

Später gelang es dem Unternehmer, englische Webstühle zu kaufen und englische Weber nach Barmen zu holen, die ihre Kollegen an diesen Geräten anlernten. Da er nicht sonderlich gut mit seinem Bruder Adolf auskam, trennten sich die beiden im November des Gründungsjahres ihrer gemeinsamen Firma Vorwerk & Co. 1883.

lleineigner der Handelsfirma Vorwerk & Sohn

Während Adolf zum Alleineigner der Handelsfirma Vorwerk & Sohn wurde, übernahm Carl das neue Unternehmen und gründete bereits im selben Jahr seine Fabrik-Krankenkasse. Im Umgang mit seinen Arbeitern war Vorwerk patriarchalisch-autoritär. 1900 rea­gierte er zusammen mit anderen Unternehmern auf einen Streik mit der Gründung eines Vorläufers des heutigen Arbeitgeberverbandes, dem Verband von Arbeitgebern im bergischen Industriebezirk.

Nach seinem Tod 1907 übernahm Schwiegersohn August Mittelsten Scheid die Nachfolge und ent­wickelte Vorwerk erfolgreich in Richtung des heutigen Weltkonzernes. (FW)

Timeline

1847
Carl Vorwerk wird als Sohn von Johann Peter Vorwerk und als Enkel des gleichnamigen Großvaters, Betreiber des Handelsgeschäftes Vorwerk & Sohn, geboren.

1883
Carl Vorwerk gründet zusammen mit seinem Bruder die Barmer Teppich-Fabrik Vorwerk & Compagnon, um so die 1880 begonnene Teppichproduktion auszulagern.

1891
Carl Vorwerk engagierte sich zusätzlich als Stadtverordneter in der Kommunalpolitik und galt dabei als Gegner eines schuldenfinanzierten Haushalts.

1895
Weil er vermehrt in seinem Unternehmen gebraucht wurde, trat Carl Vorwerk zwei Jahre vor dem Ende seines Stadtverordneten-Mandates von seinem Amt zurück.

1903
Carl Vorwerk erlitt einen Schlaganfall. Sein Sohn Carl Vorwerk Junior konnte nicht zum Nachfolger werden, weil er, nur 26 Jahre alt, vor seinem Vater starb.

1907
Carl Vorwerk stirbt und Schwiegersohn August Mittelsten Scheid, seit 1904 geschäftsführender Gesellschafter, tritt erfolgreich seine Nachfolge an.

 

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