THE NEXT WAVE – Zeitenwende im Direct Selling 

In den nächsten zehn Jahren dürfte die Direct-Selling-Branche vor dem größten Umbruch und den größten Herausforderungen stehen, die es jemals gab. 

  • Generationen Y und Z bestimmen Zukunft im Network
  • Das Internet hat die Welt verändert
  • Social-Media-Plattformen sind Kontaktbörse für Vertrieb
  • Millionen Mikro-Influencer auf der Suche nach Produkten
  • Hightech-Online-Tools werden Voraussetzung
  • Neue Vergütungspläne werden den alten Breakawy ablösen
  • Das Broadcast-Studio wird das Präsenz-Event ablösen
  • Network-Unternehmen werden zum Hightech-Full-Service-Dienstleister

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Beauty-Gigant L’Occitane startet Direct-Selling-Division

Noch im Januar 2021 hat die L’Occitane Inc. nach Chapter 11 Insolvenz angemeldet mit dem Ziel, 23 von 160 Geschäften in den USA schließen zu können, denn scheinbar ist die COVID-19-Pandemie nicht spurlos an dem Beauty-Giganten aus Frankreich vorübergegangen. L’Occitane scheint im Umbruch zu sein und setzt mehr und mehr auf alternative Vertriebswege – insbesondere auf den Direktvertrieb, wo das Unternehmen bereits mit den Tochtergesellschaften DUOLAB und LimeLife by Alcone engagiert ist.

Omnichannel-Konzept führt zu Konkurrenzsituation für Vertriebspartner

Um neue Umsatzpotenziale zu erschließen, gab das Unternehmen nun Mitte September 2021 bekannt, dass mit MyL’Occitane eine weitere Direktvertriebsdivision geschaffen wurde. Für eine Startgebühr in Höhe von 49 US-Dollar ist es möglich, L’Occitane-Berater zu werden. Hierfür gibt es eine persönliche Website, Backoffice-Support, Produktmuster und ein Starter-Set, das normalerweise 200 US-Dollar kostet – mit einem Rabatt in Höhe von 45 Prozent.

Allerdings gilt dieses Angebot nur einmalig bei der Anmeldung. Das Omnichannel-Konzept des Unternehmens führt allerdings zu einer Konkurrenzsituation für Vertriebspartner, da Kunden in den eigenen Läden, auf der Webseite des Unternehmens in Parfümerien und bei Amazon direkt einkaufen können.

Nicht für Full-Time-Networker geeignet

Einen Organisations- und Kundenschutz scheint es somit nicht zu geben, womit das Konzept für Full-Time-Networker definitiv nicht in Frage kommen dürfte. L’Occitane wurde 1976, von Olivier Baussan in Manosque, Frankreich gegründet und macht heute einen Umsatz in Höhe von rund 1,64 Milliarden Euro.

»» Originalbericht in unserer Ausgabe 10-2021 lesen

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