Avedisco-Italy-2026

Direktvertriebsumsätze in Italien 2025 um 6 Prozent auf rund 1,6 Milliarden Euro gestiegen

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Die 13 Mitgliedsunternehmen des italienischen Direktvertriebsverbands Univendita mit Sitz in Mailand haben im Geschäftsjahr 2025 einen Gesamtumsatz von 1,598 Milliarden Euro erzielt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 6 Prozent oder rechnerisch rund 90 Millionen Euro. Verbandspräsident Ciro Sinatra stellte die Zahlen am 5. Mai 2026 bei der Jahresversammlung in Mailand vor.

Umsätze der Univendita-Mitgliedsunternehmen für 2025 in Euro

Produktkategorie

2025

Anteil

+/- ggü. 2024

Langlebige Gebrauchsgüter für das Haus

727,7

45,5 %

+12,0 %

Lebensmittel und Ernährungsprodukte

303,6

19,0 %

+2,0 %

Textilien

1,6

0,1 %

+44,0 %

Übrige Kategorien

565,1

35,4 %

k. A.

Gesamt

1.598,0

100 %

+6,0 %

Angaben in Millionen Euro. Quelle: Univendita, Jahresversammlung vom 5. Mai 2026. Der Verband weist den Gesamtumsatz, den Wert der langlebigen Gebrauchsgüter, den Textilumsatz sowie die prozentualen Veränderungen und den 19-Prozent-Anteil der Lebensmittel aus. Der Eurobetrag der Lebensmittelkategorie sowie die Position „Übrige Kategorien“ sind aus diesen Angaben errechnet; Rundungsdifferenzen sind möglich. Berichtswährung ist Euro, eine Umrechnung entfällt.

Langlebige Haushaltsgüter erzielen fast die Hälfte des Jahresumsatzes

Den größten Beitrag zum Ergebnis leisteten langlebige Gebrauchsgüter für das Haus. Mit 727,7 Millionen Euro entfielen auf diese Kategorie 45,5 Prozent des Gesamtumsatzes, gegenüber 2024 legte sie um 12 Prozent zu. Damit stammt fast jeder zweite im Verbandskreis erlöste Euro aus Haushaltstechnik, Reinigungs- und Küchengeräten – ein Segment, das Vorwerk Italia mit den Marken Folletto und Bimby seit Jahrzehnten prägt. Der Zuwachs von zwölf Prozent übertrifft das Verbandsmittel deutlich und erklärt einen Großteil des Gesamtwachstums.

Lebensmittel bilden die zweite Säule, Textilien bleiben eine Randgröße

Auf Rang zwei folgen Lebensmittel- und Ernährungsprodukte, die 19 Prozent des Sortiments ausmachen und um 2 Prozent wuchsen. Rechnerisch entspricht das einem Volumen von rund 303,6 Millionen Euro, erzielt vor allem von Tiefkühlspezialisten wie bofrost* Italia. Den höchsten relativen Zuwachs meldet der Verband für Textilien mit 44 Prozent. 

136.000 Vertriebspartner, 88 Prozent davon Frauen

Neben den Umsätzen veröffentlichte Univendita auch Zahlen zur Vertriebsorganisation. Die Mitgliedsunternehmen arbeiten mit mehr als 136.000 Vertriebspartnern zusammen, ein Prozent mehr als im Vorjahr. Rund 120.000 davon sind Frauen, was einem Anteil von 88 Prozent entspricht. Parallel dazu wächst die Zahl der unbefristet Festangestellten auf 1.510 und damit um 3 Prozent. Der Verband liest darin einen Beleg dafür, dass der Sektor neben selbstständiger Tätigkeit auch abhängige Beschäftigung schafft.

Vertriebs- und Personalstruktur der Univendita-Mitgliedsunternehmen 2025

Kennzahl

2025

Anteil

+/- ggü. 2024

Vertriebspartner (incaricati)

136.000

100 %

+1,0 %

davon Frauen

120.000

88,0 %

k. A.

Festangestellte Mitarbeiter

1.510

+3,0 %

Angaben in Personen. Quelle: Univendita. Die Zahl der Vertriebsbeauftragten und der Frauen weist der Verband als Mindestwerte aus („über 136.000“ beziehungsweise „über 120.000“); die Prozentangaben beziehen sich auf diese gerundeten Größen.

Univendita vertritt seit 2010 die umsatzstärksten Firmen des italienischen Direktvertriebs

Univendita entstand 2010 als Branchenverband für Unternehmen des Haustürvertriebs und hat seinen Sitz an der Corso Venezia 51 in Mailand. Der Verband gehört dem Handelsdachverband Confcommercio an und ist zugleich Mitglied von Direct Selling Europe. Zu den derzeit 13 Mitgliedsunternehmen zählen bofrost* Italia, CartOrange, Dalmesse Italia, DES, Fimastars, Just Italia, Nims, Stanhome, Starline, Uniquepels, Vast Fast, Vorwerk Italia und Witt Italia. Nach eigenen Angaben ist Univendita die umsatzstärkste Organisation des Sektors in Italien.

Ciro Sinatra führt den Verband, Marta Gamba verantwortet die Geschäftsstelle

An der Spitze des Verbands steht Ciro Sinatra, der zugleich für Vorwerk Italia tätig ist. Sein Stellvertreter ist Antonio Falco von Dalmesse Italia, die Geschäftsstelle führt Generalsekretärin Marta Gamba, als Schatzmeister fungiert Massimiliano Conte. Dem Vorstand gehören zudem Vertreter von CartOrange, Just Italia, Nims – Gruppo Lavazza, Starline, Witt Italia und bofrost* Italia an. Der Verband versteht sich als Ansprechpartner gegenüber Behörden, Hochschulen und Verbraucherorganisationen und hat sich einen eigenen Ethikkodex gegeben.

Sinatra verweist auf die persönliche Kundenbeziehung als Unterscheidungsmerkmal

Sinatra ordnete die Zahlen bei der Versammlung in ein schwieriges konjunkturelles Umfeld ein. „Die Zahlen zeugen eindeutig von der Lebendigkeit eines Wirtschaftssektors, der weiß, wie er den Wandel im Produktions- und technologischen Paradigma interpretieren und ihn mit dem wesentlichen Wert der direkten und persönlichen Beziehung zwischen dem Unternehmen, durch seinen Beauftragten, und dem Kunden verbindet“, erklärte der Präsident. Trotz wiederkehrender wirtschaftlicher Schocks schätzten die Italiener nach seiner Darstellung Marken, die den Kaufprozess vom Erstkontakt bis zur Nachbetreuung begleiten.

Der Verband hebt Zugang, Schulung und Flexibilität als Argumente hervor

„Leichter Zugang, kostenlose Schulungen, ethischer Ansatz, Verbesserung der Arbeit von Frauen, erhebliche gleiche Bezahlung und organisatorische Flexibilität sind die Elemente, die den Direktvertrieb zu einem dynamischen Sektor mit vielversprechenden Perspektiven machen“, schloss Sinatra. Der Bereich biete konkrete Möglichkeiten für berufliches Wachstum und eine nachhaltige Balance zwischen Arbeit und Privatleben. 

Jahresversammlung am Campus Milano Navigli leitet eine Hochschulpartnerschaft ein

Die Jahresversammlung fand am 5. Mai 2026 am Campus Milano Navigli der Polimi Graduate School of Management statt, der Managementhochschule des Politecnico di Milano. Der Veranstaltungsort war kein Zufall: Beide Institutionen bereiten eine Partnerschaft vor, die nach Angaben des Verbands in den Tagen nach der Versammlung formalisiert werden sollte. Univendita verknüpft damit die Absicht, die akademische Auseinandersetzung mit dem Direktvertrieb zu vertiefen und die Ausbildung der Vertriebsbeauftragten auf eine breitere Grundlage zu stellen.

Der Zuwachs von 6 Prozent liegt über der allgemeinen Preisentwicklung in Italien und deutet damit auf ein reales Plus hin. Zugleich bleibt die Aussagekraft begrenzt: Univendita veröffentlicht aggregierte Verbandsdaten, keine geprüften Einzelabschlüsse der Mitgliedsunternehmen.

 

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