Der Umsatz der LR Health & Beauty SE betrug in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2026 (Warenerlöse) 60,8 Millionen Euro, was einem Umsatzrückgang gegenüber dem Vergleichsquartal 2025 (Q1 2025: 74,0 Mio. EUR) in Höhe von 17,8 Prozent entspricht. Die Region Westeuropa, einschließlich des Heimatmarktes von LR in Deutschland, verzeichnete im ersten Quartal 2026 einen Rückgang um 23,2 % auf 31.003 TEUR im Vergleich zu 40.379 TEUR im ersten Quartal 2025.
Umsätze LR Health & Beauty SE : Q1 2026 in Euro
Segment | Q1 2026 (TEUR) | Q1 2025 (TEUR) | Veränderung |
Region Westeuropa | 31.003 | 40.379 | -23,2 % |
Region Mittel-/Osteuropa | 29.637 | 33.473 | -11,5 % |
Konsolidierung (Holding/Management) | 177 | 150 | +18,0 % |
Warenerlöse gesamt (Sales) | 60.817 | 74.002 | -17,8 % |
Sonstige Erlöse | 1.753 | 1.899 | -7,7 % |
Erlöse vor Abzügen | 62.570 | 75.901 | -17,6 % |
Erlösminderungen | -2.046 | -2.640 | -22,5 % |
Konzernumsatz (Revenue) | 60.524 | 73.260 | -17,4 % |
Segment-EBITDA Westeuropa | 5.707 | 6.750 | -15,5 % |
Segment-EBITDA Mittel-/Osteuropa | 2.733 | 3.539 | -22,8 % |
Quelle: Unaudited Consolidated Interim Report Q1 2026, LR Health & Beauty Group, Berichtswährung Euro
Westeuropa verliert 23,2 Prozent Umsatzvolumen
Die Region Westeuropa, die mit sechzehn Märkten von Österreich, Belgien, Dänemark und Deutschland über Frankreich, Italien und die Niederlande bis zur Türkei und dem Vereinigten Königreich reicht, verliert im ersten Quartal 2026 deutlich an Volumen. Mit Warenerlösen von 31.003 TEUR liegt das wichtigste Vertriebsgebiet des Konzerns um 9.376 TEUR oder 23,2 Prozent unter dem Vorjahreswert von 40.379 TEUR. Der Rückgang spiegelt eine schwächere Nachfrage in mehreren Kernmärkten und die Belastungen wider, die der seit Oktober 2025 laufende Sanierungsprozess auf die Vertriebspartnerstrukturen ausgeübt hat. Begleitend wurde im Rahmen der vorläufigen Werthaltigkeitsprüfung eine Wertberichtigung auf den Goodwill der Region in Höhe von 10.671 TEUR vorgenommen, wodurch der Buchwert von 77.422 TEUR auf 66.751 TEUR absinkt. Das Segment-EBITDA der Region reduziert sich von 6.750 TEUR auf 5.707 TEUR.
Umsatzrückgang in Mittel- und Osteuropa bei 115 Prozent
Die zweite Berichtsregion, Mittel- und Osteuropa, fängt den Einbruch moderater ab, entzieht sich der Schwäche jedoch nicht. Die zwölf Märkte umfassende Region, zu der Albanien, Bulgarien, Zypern, die Tschechische Republik, Griechenland, Kasachstan, Ungarn, Polen, Rumänien, Russland, die Slowakei und die Ukraine zählen, verliert 11,5 Prozent und erreicht Warenerlöse von 29.637 TEUR nach 33.473 TEUR im Vorjahresquartal. Der Umsatzbeitrag dieser Region sinkt damit um 3.836 TEUR. Das Segment-EBITDA reduziert sich von 3.539 TEUR auf 2.733 TEUR. Eine Wertberichtigung auf den regionalen Goodwill von 24.097 TEUR war laut vorläufiger Prüfung nicht erforderlich.
Konzernumsatz nach Erlösminderungen und Belastungsfaktoren
Die sonstigen Erlöse aus Dienstleistungen, Seminaren, Events und der Untervermietung von Fahrzeugen an Vertriebspartner bleiben mit 1.753 TEUR nahezu stabil (Q1 2025: 1.899 TEUR). Aus der Summe von Warenerlösen und sonstigen Erlösen ergeben sich Bruttoerlöse von 62.570 TEUR vor Erlösminderungen. Nach erlösbasierten Rabatten in Höhe von 2.046 TEUR (Q1 2025: 2.640 TEUR) verbleibt ein Konzernumsatz von 60.524 TEUR gegenüber 73.260 TEUR im Vergleichsquartal. Im Hintergrund wirkt eine Verschiebung der Vertriebsdynamik. Die geringere Volumenbasis senkt die Bonuszahlungen an die Vertriebspartner spürbar und entlastet die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, schwächt jedoch zugleich die operative Schlagkraft. Hinzu treten Vertrauenseffekte, die seit der Covenant-Verletzung vom 20. Oktober 2025 und der anschließenden Sanierungskommunikation auf der Nachfrage lasten.
Wesentliche Kennzahlen und Sanierungspfad im Überblick
Das reportierte EBITDA reduziert sich auf 3,3 Mio. Euro nach 7,4 Mio. Euro, das normalisierte EBITDA auf 5,2 Mio. Euro bei einer Marge von 8,6 Prozent (Q1 2025: 11,1 Prozent). Der Periodenfehlbetrag steigt auf 5,8 Mio. Euro nach 0,5 Mio. Euro im Vorjahr, das Finanzergebnis verschlechtert sich auf minus 6,0 Mio. Euro.
Die Belegschaft sinkt zum 31. März 2026 auf 1.140 Mitarbeitende, verglichen mit 1.201 ein Jahr zuvor. Am 11. Februar 2026 verständigte sich die Gesellschaft mit Anleihegläubigern, die mehr als zwei Drittel der ausstehenden Anleihe 2024/2028 vertreten, auf eine Restrukturierung mit 20 Millionen Euro neuem Kapital sowie einer künftigen Schuldenstruktur aus 62,5 Mio. Euro Senior Secured Debt zu 6,75 Prozent Cash-Zins und 27,5 Mio. Euro nachrangigen Junior Bonds mit Laufzeit bis 2031. Konkrete Umsatz- und EBITDA-Prognosen für 2026 will Vorstandschef Jörg Körfer gemeinsam mit dem geprüften Jahresabschluss 2025 vorlegen.






























