WFDSA-2024-Umsatz-Europa

Umsatz im Network Marketing und Direktvertrieb betrug 2024 in Europa 35,4 Milliarden US-Dollar

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Der aktuelle Statistikbericht der World Federation of Direct Selling Associations (WFDSA) zeigt, dass Network-Marketing- und Direktvertriebsunternehmen 2024 weltweit einen Umsatz von 163,863 Milliarden US-Dollar erzielten, wobei insgesamt 104,3 Millionen Vertriebspartner für ein Direktvertriebs- oder Network-Marketing-Unternehmen tätig waren. Europa trug dabei mit 35.352 Millionen US-Dollar rund 21,6 Prozent zum Gesamtumsatz bei, während knapp 12,9 Millionen Vertriebspartner in 34 europäischen Märkten aktiv waren – was 12,3 Prozent aller Vertriebspartner weltweit entspricht.

Umsatz und Vertriebspartner 2024 in der Region Europa

Land

Umsatz in Mio. US-$

Vertriebspartner

Europäische Union (EU)

Deutschland

19.050

907.634

Frankreich

4.714

691.221

Italien

2.930

590.000

Polen

1.075

771.889

Spanien

661

193.027

Tschechische Republik

410

309.569

Österreich

393

260.718

Rumänien

323

262.600

Belgien

210

18.486

Slowakei

183

169.780

Portugal

174

140.300

Ungarn

170

330.181

Schweden

127

70.772

Niederlande

120

78.228

Bulgarien

119

204.189

Litauen

115

79.555

Griechenland

100

67.958

Finnland

91

41.548

Lettland

86

57.202

Dänemark

76

50.155

Estland

53

37.125

Luxemburg

35

15.446

Kroatien

34

38.295

Irland

28

11.080

Slowenien

27

21.698

Zypern

7

8.033

Malta

5

6.202

Gesamt EU

31.316

5.432.891

Übriges Europa

Russland

1.360

4.479.073

Vereinigtes Königreich

1.171

331.011

Schweiz

449

159.879

Türkei

411

1.563.186

Sonstiges Europa

330

277.717

Ukraine

189

600.079

Norwegen

125

34.177

Gesamt Übriges Europa

4.035

7.445.122

Gesamt Europa

35.352

12.878.013

Quelle: WFDSA Annual Report 2024. Umsätze auf geschätzter Einzelhandelsebene exkl. MwSt. Umrechnung in US-Dollar zu durchschnittlichen IWF-Wechselkursen 2024.

Deutschland dominiert den europäischen Direktvertrieb

Mit einem Umsatz von 19.050 Millionen US-Dollar ist Deutschland der mit Abstand größte Markt für Network Marketing und Direktvertrieb in Europa, denn die hier ansässigen Unternehmen erzielten Umsatz in Höhe von mehr als dem Vierfachen des zweitgrößten Marktes, Frankreich. Der deutsche Markt allein repräsentiert damit 53,9 Prozent des gesamten europäischen Umsatzes und zugleich 60,8 Prozent des Umsatzes innerhalb der Europäischen Union. Rund 907.634 Vertriebspartner waren 2024 in Deutschland für Network-Marketing- und Direktvertriebsunternehmen tätig, was die besondere Stellung des Landes als Kern des europäischen Direktvertriebs eindrücklich unterstreicht.

Sechs Milliarden-Dollar-Märkte prägen die Region Europa

Laut WFDSA verfügt Europa über sechs Märkte, in denen Direktvertriebsunternehmen 2024 jeweils einen Umsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar erzielten. Angeführt wird diese Gruppe von Deutschland mit 19.050 Mio. US-Dollar, gefolgt von Frankreich mit 4.714 Mio. US-Dollar sowie Italien mit 2.930 Mio. US-Dollar. Dahinter reihen sich Russland mit 1.360 Mio. US-Dollar, das Vereinigte Königreich mit 1.171 Mio. US-Dollar und schließlich Polen mit 1.075 Mio. US-Dollar ein. Gemeinsam stehen diese sechs Länder für rund 85,7 Prozent des europäischen Gesamtumsatzes, obwohl Europa mit 34 erfassten Märkten zwar die Region mit der höchsten Marktdichte ist, zugleich aber die wenigsten Milliarden-Dollar-Märkte unter allen Regionen aufweist.

Frankreich und Italien als wichtige Säulen Westeuropas

Als zweitgrößter Markt in Europa erzielte Frankreich 2024 einen Umsatz von 4.714 Millionen US-Dollar, was 13,3 Prozent des regionalen sowie 15,1 Prozent des EU-Umsatzes entspricht. Dabei waren rund 691.221 Vertriebspartner für Network-Marketing-Unternehmen in Frankreich aktiv. Direkt dahinter folgt Italien als drittgrößter europäischer Markt, wo Unternehmen einen Umsatz von 2.930 Millionen US-Dollar erzielten und damit einen Anteil von 8,3 Prozent am europäischen Gesamtumsatz erreichten. Auch in Italien war der Direktvertrieb breit aufgestellt, denn insgesamt 590.000 Vertriebspartner trugen dort zum Ergebnis der Branche bei.

Die Europäische Union als zentraler Wirtschaftsraum

Innerhalb der Europäischen Union erzielten die 27 Mitgliedstaaten 2024 gemeinsam einen Umsatz von 31.315 Millionen US-Dollar im Network Marketing und Direktvertrieb, was 88,6 Prozent des gesamten europäischen Umsatzes ausmacht. Rund 5,4 Millionen Vertriebspartner waren dabei in der EU aktiv. Neben den großen Märkten Deutschland, Frankreich, Italien und Polen leisteten auch mittelgroße Märkte wie Spanien mit 661 Mio. US-Dollar, die Tschechische Republik mit 410 Mio. US-Dollar sowie Österreich mit 393 Mio. US-Dollar relevante Beiträge, sodass der EU-Wirtschaftsraum insgesamt ein vielschichtiges Bild des Direktvertriebs bietet.

Russland und die Türkei sorgen für Dynamik im übrigen Europa

Außerhalb der EU erzielten die sieben verbleibenden Märkte 2024 zusammen einen Umsatz von 4.037 Millionen US-Dollar, was 11,4 Prozent des europäischen Gesamtumsatzes entspricht. Bemerkenswert ist dabei, dass in diesen Märkten mit rund 7,4 Millionen sogar deutlich mehr Vertriebspartner aktiv waren als in der gesamten EU. Vor allem Russland prägt dieses Bild, denn als viertgrößter Markt in Europa erzielte das Land einen Umsatz von 1.360 Millionen US-Dollar, während dort zugleich 4.479.073 Vertriebspartner tätig waren. Auch die Türkei trug mit 411 Millionen US-Dollar Umsatz und 1.563.186 Vertriebspartnern erheblich zur Dynamik in dieser Teilregion bei.

12,9 Millionen Vertriebspartner im europäischen Direktvertrieb

Laut WFDSA waren 2024 insgesamt rund 12,9 Millionen Vertriebspartner in der Region Europa für ein Network-Marketing- oder Direktvertriebsunternehmen tätig, was 12,3 Prozent aller weltweit 104,3 Millionen Vertriebspartner entspricht. Bei der Verteilung zeigt sich allerdings ein deutliches Gefälle, denn während in der EU rund 5,4 Millionen Vertriebspartner aktiv waren, entfielen auf das übrige Europa rund 7,4 Millionen. Allein Russland stellt mit über 4,4 Millionen Vertriebspartnern mehr als ein Drittel aller europäischen Vertriebspartner, gefolgt von der Türkei mit rund 1,6 Millionen sowie der Ukraine mit 600.079 Vertriebspartnern, sodass die Nicht-EU-Länder in Bezug auf die personelle Basis den Direktvertrieb in Europa maßgeblich mitprägen.

Europas Stellung im globalen Direktvertrieb

Im globalen Vergleich nimmt Europa mit einem Anteil von 21,6 Prozent am weltweiten Umsatz die Position der drittgrößten Region ein, denn sowohl Asien/Pazifik mit 40,3 Prozent und 66.058 Mio. US-Dollar als auch die Americas mit 37,3 Prozent und 61.189 Mio. US-Dollar liegen deutlich davor, während die Region Afrika/Mittlerer Osten mit 0,8 Prozent und 1.265 Mio. US-Dollar einen vergleichsweise kleinen Beitrag leistet. Europas Besonderheit liegt dabei in der ausgeprägten Konzentration auf einen einzelnen Markt, da Deutschland allein mehr als die Hälfte des regionalen Umsatzes beisteuert. Gleichzeitig verfügt die Region über eine Vielzahl kleinerer, aber etablierter Märkte, die den Direktvertrieb breit aufstellen und der Branche insgesamt eine stabile Grundlage verleihen.

Besonderheiten und Strukturmerkmale der Region Europa

Im Vergleich zu anderen Regionen weist Europa einige strukturelle Besonderheiten auf, denn obwohl die Region mit 34 erfassten Märkten die höchste Marktdichte besitzt, verfügt sie mit nur sechs Milliarden-Dollar-Märkten über die geringste Anzahl an Großmärkten. Hinzu kommt, dass die Marktdurchdringung des Direktvertriebs in Europa tendenziell geringer ausfällt als in den Americas oder in Asien/Pazifik, da lediglich 15 Prozent der europäischen Märkte zur Kategorie hoher Marktdurchdringung zählen. Dennoch zeigt die Region eine insgesamt stabile Marktpräsenz, zumal Europa im Dreijahreszeitraum von 2021 bis 2024 eine leicht positive Entwicklung verzeichnen konnte.

Osteuropäische Märkte mit hoher Vertriebspartner-Dichte

Auffällig ist die hohe Anzahl an Vertriebspartnern in den osteuropäischen Märkten im Verhältnis zum erzielten Umsatz, was auf eine besonders breite Verankerung des Geschäftsmodells in der Bevölkerung hindeutet. So erzielte etwa Polen einen Umsatz von 1.075 Millionen US-Dollar, wobei dort 771.889 Vertriebspartner tätig waren, während Rumänien auf 323 Millionen US-Dollar bei 262.600 Vertriebspartnern kam. In Ungarn lag der Umsatz bei 170 Millionen US-Dollar, obwohl 330.181 Vertriebspartner aktiv waren, und auch die Tschechische Republik verzeichnete mit 410 Millionen US-Dollar bei 309.569 Vertriebspartnern eine vergleichbare Struktur. Diese Zahlen verdeutlichen, dass der Direktvertrieb in Osteuropa als Vertriebskanal eine besonders hohe wirtschaftliche Bedeutung für die dort tätigen Vertriebspartner besitzt.

Kleinere Märkte ergänzen das europäische Gesamtbild

Die 28 europäischen Märkte mit einem Jahresumsatz unter einer Milliarde US-Dollar erzielten 2024 gemeinsam einen Umsatz von 5.052 Millionen US-Dollar, was 14,3 Prozent des regionalen Umsatzes ausmacht. Die Bandbreite reicht dabei von Spanien mit 661 Millionen US-Dollar bis hin zu Malta mit fünf Millionen US-Dollar. Unter diesen Märkten konnten insbesondere Österreich, Bulgarien und die Türkei sowohl im Dreijahreszeitraum 2021 bis 2024 als auch im Jahr 2024 ein Umsatzwachstum verzeichnen. Darüber hinaus leisteten die Schweiz mit 449 Millionen US-Dollar, die Tschechische Republik mit 410 Millionen US-Dollar sowie Österreich mit 393 Millionen US-Dollar beachtliche Beiträge zum europäischen Direktvertrieb, sodass auch diese mittleren Märkte das Gesamtbild der Region wesentlich ergänzen.

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