Umsatz im Network Marketing und Direktvertrieb betrug 2024 in den USA & Kanada 36,9 Milliarden US-Dollar

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Die Region Nordamerika ist und bleibt das Herzstück der globalen Direktvertriebsbranche. Laut dem aktuellen Bericht der World Federation of Direct Selling Associations (WFDSA) erzielten Unternehmen im Network Marketing und Direktvertrieb in den USA sowie Kanada im Jahr 2024 einen Gesamtumsatz von 36,929 Milliarden US-Dollar. Diese Summe entspricht rund 22,5 Prozent des weltweiten Branchenumsatzes von 163,863 Milliarden US-Dollar.

Insgesamt waren in der Region rund 13,3 Millionen Vertriebspartner für ein Direktvertriebs- oder Network-Marketing-Unternehmen tätig, was einem Anteil von etwa 12,8 Prozent aller weltweit aktiven Vertriebspartner entspricht.

Umsatz und Vertriebspartner 2024 in der Region Nordamerika

 

Land

Umsatz in USD

Vertriebspartner

USA

34.740 Mio. $

12.180.000

Kanada

2.189 Mio. $

1.125.273

Gesamt

36.929 Mio. $

13.305.273

Quelle: WFDSA 2024 | Umsatz auf geschätztem Einzelhandelsniveau, exkl. MwSt.

Die USA als unangefochtener Spitzenreiter im weltweiten Direktvertrieb

Die Vereinigten Staaten sind auch im Jahr 2024 der mit Abstand größte Einzelmarkt für Network Marketing und Direktvertrieb weltweit. Unternehmen erzielten dort einen Umsatz von 34,740 Milliarden US-Dollar, was allein rund 94 Prozent des gesamten nordamerikanischen Umsatzes ausmacht. Auf globaler Ebene entspricht dies einem Anteil von etwa 21,2 Prozent des weltweiten Branchenumsatzes – damit ist die USA mit deutlichem Abstand vor Deutschland und China der wichtigste Markt der Branche.

Rund 12,18 Millionen Vertriebspartner waren 2024 in den USA für ein Direktvertriebs- oder Network-Marketing-Unternehmen tätig. Der Frauenanteil unter den Vertriebspartnern lag bei 73 Prozent und damit leicht über dem globalen Durchschnitt von 72,1 Prozent. Die USA vereinen somit nicht nur den höchsten Umsatz, sondern auch die zweitgrößte Vertriebsmannschaft weltweit auf sich.

Kanada – kompakter Markt mit starkem Wellness-Fokus

Kanada erzielte 2024 einen Umsatz von 2,189 Milliarden US-Dollar im Network Marketing und Direktvertrieb, was einem Anteil von rund sechs Prozent am nordamerikanischen Gesamtumsatz entspricht. Trotz seiner vergleichsweise überschaubaren Marktgröße zählt Kanada damit weiterhin zu den Milliarden-Dollar-Märkten der Branche und belegt im regionalen Ranking den sechsten Platz innerhalb der gesamten Region Americas.

Über 1,12 Millionen Vertriebspartner waren in Kanada im Direktvertrieb aktiv. Besonders auffällig ist dabei der hohe Frauenanteil von 86 Prozent – einer der höchsten Werte weltweit und deutlich über dem globalen Durchschnitt. Kanada hebt sich zudem durch einen besonders ausgeprägten Fokus auf Wellness-Produkte hervor: Mit einem Wellness-Anteil von 41 Prozent am Gesamtumsatz liegt das Land deutlich über dem US-Wert von 31 Prozent und übertrifft auch den globalen Durchschnitt von 29 Prozent.

Nordamerika im globalen Kontext

Im Vergleich der großen Weltregionen nimmt Nordamerika eine besondere Stellung ein. Während die Region Asien-Pazifik mit 40,3 Prozent den größten Anteil am weltweiten Umsatz hält, folgt die gesamte Region Americas – einschließlich Süd- und Mittelamerika – mit 37,3 Prozent auf dem zweiten Platz. Europa trägt 21,6 Prozent bei, während Afrika und der Nahe Osten zusammen weniger als ein Prozent ausmachen.

Innerhalb der Americas-Region dominiert Nordamerika deutlich: Von den insgesamt 61,189 Milliarden US-Dollar Umsatz der gesamten Americas entfallen allein 36,929 Milliarden US-Dollar auf die USA und Kanada – das sind rund 60 Prozent. Die verbleibenden 40 Prozent verteilen sich auf Süd- und Mittelamerika mit Märkten wie Brasilien, Mexiko und Kolumbien.

Hohe Produktivität je Vertriebspartner

Ein bemerkenswertes Merkmal der nordamerikanischen Direktvertriebsbranche ist die hohe Produktivität pro Vertriebspartner. Während weltweit 104,3 Millionen Vertriebspartner einen Gesamtumsatz von 163,863 Milliarden US-Dollar erzielten, entfallen auf Nordamerika nur etwa 12,8 Prozent der global tätigen Vertriebspartner– diese erwirtschaften jedoch 22,5 Prozent des Umsatzes. Daraus ergibt sich ein rechnerischer Durchschnittsumsatz von rund 2.775 US-Dollar je Vertriebspartner in Nordamerika, während der globale Durchschnitt bei etwa 1.571 US-Dollar liegt.

In den USA fällt die Produktivität besonders hoch aus: Hier erzielte jeder Vertriebspartner im Schnitt rund 2.852 US-Dollar Umsatz. In Kanada liegt der Wert bei etwa 1.945 US-Dollar. Diese Zahlen unterstreichen die starke Kaufkraft und die etablierte Marktposition des Direktvertriebs in Nordamerika, wo viele der weltweit führenden Network-Marketing-Unternehmen ihren Hauptsitz haben.

Produktkategorien im Vergleich: USA und Kanada

Die Produktlandschaft im nordamerikanischen Direktvertrieb zeigt interessante Unterschiede zwischen den beiden Ländern. In den USA bilden die Bereiche Wellness mit 31 Prozent und Cosmetics & Personal Care mit 26 Prozent die mit Abstand umsatzstärksten Kategorien, gefolgt von Financial Services mit 16 Prozent sowie Household Goods & Durables mit zwölf Prozent.

Kanada hingegen weist eine deutlich stärkere Konzentration auf den Wellness-Bereich auf: Dort entfallen 41 Prozent des Umsatzes auf diese Kategorie. Im Gegensatz dazu spielt Cosmetics & Personal Care in Kanada mit lediglich sieben Prozent eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Dafür sind die Bereiche Financial Services und Household Goods & Durables mit jeweils 15 Prozent stärker vertreten als in den USA.

 

Produktkategorie

USA

Kanada

Wellness

31 %

41 %

Cosmetics & Personal Care

26 %

7 %

Financial Services

16 %

15 %

Household Goods & Durables

12 %

15 %

Utilities

7 %

6 %

Clothing & Accessories

6 %

5 %

Books, Toys, Stationery

2 %

0 %

Foodstuff & Beverages

1 %

2 %

Home Care

1 %

2 %

Quelle: WFDSA 2024 | Anteile am Gesamtumsatz je Land in Prozent

Besonderheiten und Bedeutung der Region

Die Region Nordamerika nimmt in der globalen Direktvertriebslandschaft eine Sonderrolle ein. Die USA sind nicht nur der größte Einzelmarkt, sondern auch Heimat zahlreicher international führender Network-Marketing-Unternehmen wie Amway, Herbalife, Nu Skin oder Mary Kay. Diese Unternehmen prägen die Branche weltweit und treiben Innovationen bei Produkten, Vergütungsmodellen und digitalen Vertriebsstrategien voran.

Zugleich stehen Nordamerikas Märkte vor wirtschaftlichen und regulatorischen Herausforderungen. Die WFDSA verweist in ihrem Bericht darauf, dass Themen wie mögliche Auswirkungen von Handelszöllen, die anstehende Erneuerung des USMCA-Handelsabkommens zwischen den USA, Kanada und Mexiko sowie sich verändernde regulatorische Rahmenbedingungen die Branche in den kommenden Jahren beeinflussen könnten. Weiterhin könnten technologische Entwicklungen – insbesondere der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und die zunehmende Digitalisierung – den Vertriebskanal nachhaltig verändern.

Vertriebspartner und Geschlechterverteilung

In Nordamerika waren 2024 insgesamt 13.305.273 Vertriebspartner im Network Marketing und Direktvertrieb tätig, wobei der Frauenanteil bei 75 Prozent lag. Zwischen den beiden Ländern zeigen sich dabei deutliche Unterschiede: Während in Kanada 86 Prozent der Vertriebspartner weiblich waren, lag dieser Wert in den USA bei 73 Prozent.

Der ausgesprochen hohe Frauenanteil in Kanada deutet darauf hin, dass der Direktvertrieb dort besonders für Frauen ein attraktives Geschäftsmodell darstellt – sei es als flexible Nebenerwerbsquelle oder als eigenständige unternehmerische Tätigkeit. Global betrachtet liegt der Frauenanteil im Direktvertrieb bei 72,1 Prozent, sodass beide nordamerikanischen Märkte über dem weltweiten Durchschnitt liegen.

Die WFDSA-Daten für 2024 zeichnen ein differenziertes Bild der Region Nordamerika. Mit einem Gesamtumsatz von 36,929 Milliarden US-Dollar und über 13,3 Millionen Vertriebspartnern bleibt die Region einer der tragenden Pfeiler des globalen Network Marketings und Direktvertriebs. Die USA behaupten dabei eindrucksvoll ihren Status als weltweit größter Einzelmarkt, während Kanada als kompakter, aber hochspezialisierter Markt mit einer außergewöhnlichen Stärke im Wellness-Segment punktet.

Für Vertriebspartner und Unternehmen bleibt Nordamerika ein Schlüsselmarkt mit hoher Kaufkraft und einer ausgeprägten Tradition im Direktvertrieb. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich regulatorische Veränderungen, technologische Innovationen und globale wirtschaftliche Rahmenbedingungen auf die Entwicklung der Branche in dieser bedeutenden Region auswirken.


Quelle: WFDSA – 2024 Global Annual Direct Selling Statistical Data Report, November 2025. Alle Umsatzangaben auf geschätztem Einzelhandelsniveau, exklusive Mehrwertsteuer. Umrechnung in US-Dollar auf Basis der durchschnittlichen Wechselkurse des IWF für 2024.

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