Totaler Umsatzcrash bei Vemma

Vemma-Boreyko-FTC

Düstere Zeiten für Vemma und CEO BK. Boreyko, denn nach der Frontalattacke seitens der FTC im August 2015 geht es erwartungsgemäß bergab und Vemma scheint, um das pure Überleben zu kämpfen. Im Rahmen der einstweiligen Verfügung und der vorübergehenden Genehmigung, den Geschäftsbetrieb wieder aufzunehmen, wurde Vemma zusätzlich verpflichtet, Quartalsberichte an die FTC abzugeben.

In 2014 betrugen allein die Auslandsumsätze von Vemma rund 93 Millionen Dollar, also monatlich rund 7,75 Millionen Dollar. Dieser Umsatz ist komplett weggefallen und die Niederlassungen wurden liquidiert und ein erfolgreicher Neustart in diesen Märkten scheint unwahrscheinlich.

Laut Bericht erzielte Vemma eigenen Angaben nach im Oktober einen Umsatz in Höhe von 862.371 Dollar, im November einen Umsatz in Höhe von 701.927 Dollar und bis zum 15. Dezember einen Umsatz in Höhe von 407.937 Dollar. Die Verluste allein für den Oktober und November betrugen insgesamt 524.837 Dollar. Die Verluste für Dezember wurden nicht beziffert, aber liegen aller Wahrscheinlichkeit ebenfalls bei rund 250.000 Dollar.

In der Konsequenz hat Vemma demnach von Oktober bis zum 15. Dezember einen Umsatz in Höhe von 1.971 Millionen Dollar erzielt und dabei einen Verlust in Höhe von schätzungsweise 750.000 Dollar gemacht. Seit dem 24. August 2015 sollen rund 30.000 Dollar an Provisionen ausbezahlt worden sein, womit der Vertrieb sein komplettes Momentum verloren haben dürfte.

Die Anzahl der neu gewonnenen Kunden wird mit 1.307 angegeben und es sollen 43 neue Geschäftspartner bei Vemma eingestiegen sein, was im Grunde genommen einem Todesurteil gleichkommt. Aber auch die Payment-Provider haben die Zusammenarbeit mit Vemma aufgekündigt, da das Unternehmen durch die negative Presse auf die „Blacklist“ geraten zu sein scheint. So haben beispielsweise Amazon Pay, Square, HyperWallet und PayPal eine Zusammenarbeit abgelehnt.

Der Fall Vemma bleibt also weiterhin interessant und ob BK. Boreyko die Wende schafft, bleibt abzuwarten, da das Unternehmen im Visier zwei weiterer Ermittlungen steht, die aus Verstößen aus der Vergangenheit resultieren. New Vision International, der Vorgänger von Vemma, war Gegenstand einer FTC-Untersuchung in Bezug auf „unfaire oder irreführende Handlungen oder Praktiken in Zusammenhang mit falschen Gesundheitsaussagen und Einkommensversprechen“. Aber auch die IRS, Amerikas Steuerbehörde, scheint rückwirkend die Geschäftsjahre 2012 und 2013 im Rahmen einer Betriebsprüfung zu durchleuchtet zu haben.

Boreyko wird es zweifelsohne nicht einfach haben, diese Schlacht zu gewinnen. Der Imageverlust ist irreparabel, die Änderungen des Vergütungsplanes in Zusammenhang mit Preisreduzierungen scheinen für den Vertrieb unrentabel zu sein und insbesondere die Erfordernis, das 51 Prozent aller Umsätze von Kunden stammen müssen, um überhaupt Provisionen aus der Tiefe zu erhalten, ist der Tod eines jeden MLM-Systems, das erfahrungsgemäß sein Wachstum aus anderen Mechanismen nährt.

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