Immer mehr Unternehmen weltweit setzen auf KI, um Kosten einzusparen. Täglich liest man in den Medien von Insolvenzen oder anstehenden Entlassungswellen. Rationalisierung scheint bei den CEOs dieser Welt wieder im Trend zu liegen. Ganz anders positioniert sich in dieser Frage der in Deutschland ansässige Direktvertriebsgigant Vorwerk – und das mit einem klaren Bekenntnis.
Klares Bekenntnis zum Direktvertrieb
In einer Zeit, in der Automatisierung und KI-gestützte Effizienz die Unternehmensagenden dominieren, bezieht Vorwerk-CEO Dr. Thomas Stoffmehl eine klare Gegenposition. „Verkäufe ohne Leute? Das ist kein Modell. Das ist eine verpasste Chance.“ Mit diesem Satz beschreibt er den Kern einer Strategie, die beim Wuppertaler Direktvertriebskonzern nicht nur als Leitbild gilt, sondern als operative Entscheidung verankert ist. Prozesse werden schlanker, Werkzeuge klüger, Abläufe stärker automatisiert – das alles sei, so Stoffmehl, der natürliche Weg der Transformation und in vieler Hinsicht notwendig.
Doch der Sprecher des Vorstands warnt vor einer Logik, die Geschwindigkeit und Skalierung über Beziehungen stellt: „Wenn wir das zulassen, untergraben wir stillschweigend das, was eine Marke bedeutungsvoll macht.“ Aus dem unternehmensinternen Vorwerk-Direct-Sales-360-Programm hat sich Stoffmehl daher ein Grundsatz eingeprägt, der zugleich als strategische Leitlinie fungiert: „In allem, was wir tun, steht der Berater immer im Mittelpunkt unserer Aktivitäten.“ Das sei, so Stoffmehl, mehr als eine Botschaft – es sei eine systemische Entscheidung.
Ob ein Kunde eine Thermomix-Demonstration zu Hause buche oder Kobold-Zubehör online bestelle – er werde nicht in einen anonymen Kaufprozess gedrängt, sondern bleibe mit einer Person verbunden, die ihn willkommen heißt, berät und begleitet. Sein Fazit zur Zukunft des Vertriebs ist klar formuliert: Technologie solle die Rolle der Berater stärken, nicht ersetzen. „Das System funktioniert genau deshalb, weil es auf menschlicher Präsenz aufgebaut ist, nicht trotz ihr.“ Für Vorwerk, das mit 128.000 aktiven Beratern und einem Rekordjahr in die Zukunft geht, ist das kein Ideal – sondern Geschäftsstrategie.






























